https://www.ski-online.de/skiversicherung?utm_source=DSV_Website&utm_medium=Banner&utm_campaign=DSV_Banner
Suche

Ski-Inline-WM 2012 in Cham - DSV-Team überzeugt beim Slalom

27.08.12
News
Den Höhepunkt und gleichzeitigen Abschluss der Inline-Alpin-Weltmeisterschaften im oberpfälzischen Cham bildete die Königsdisziplin, der Slalom. Dabei übertrafen die Fahrer aus dem DSV-Ski-Inline-Team die in sie gesetzten Erwartungen, selbst wenn ihnen am Ende der begehrte WM Titel um wenige Hundertstel Sekunden verwehrt blieb.
Ski-Inline Weltmeisterschaften 2012, Cham
Auf der überaus steilen und selektiven knapp 400 Meter langen Strecke „Auf der Schanze nach Brunnendorf“, die mitten durch den Chamer Stadtkern führte, waren knapp 170 Rennläufer aus Italien, Schweiz, Österreich, Slowakei, Tschechien, Lettland, Kroatien, Deutschland und sogar aus dem fernen Japan am Start. Von der über 2,50 Meter hohen Startrampe stürzten sich die Stangenartisten in die beiden 45 und 46 Tore aufweisenden und vom italienischen und schweizer Trainer äußert flüssig gesteckten Läufe.

Knapper Halbzeit-Zwischenstand bei den Damen
Bei den Damen lagen nach dem ersten Durchgang vier Läuferinnen nur wenige Hundertstel Sekunden auseinander - darunter aus dem DSV Team auch Ann Krystina Wanzke sowie die amtierende Weltmeisterin Ann Kathrin Stolz. Auf Rang eins führte nach der Halbzeit Jana Börsig, die allerdings im Entscheidungslauf in einer schwer zu befahrenden Kurve stürzte und damit alle Hoffnungen auf den WM-Titel begraben musste.

DSV-Team mit hervorragendem Mannschaftsergebnis
Mit einem nicht perfekten eigenen Lauf ließ Ann Krystina Wanzke ihre Chance ungenutzt und kam am Ende auf den dritten Rang. Auch Julia Grüning (TV Neidlingen) blieb auf dem fünften Rang hinter ihren Erwartungen zurück. Mit Alessandra Veit und Mona Sing auf den Rängen sechs und sieben sowie Marina Seitz auf Rang neun platzierten sich weitere DSV-Fahrerinnen in den Top Ten. Theresa Meyer rundete das gute DSV-Ergebnis mit ihrem 13. Platz ab. Selbst Nachwuchsläuferin Lisa Fritz und Corinna Schmidt auf den Rängen 19 und 23 erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen. Pech hatte hingegen Marie Theres Lehmann (SV Oberes Banfetal), die nach einem guten ersten Durchgang durch einen Sturz im Endlauf ausfiel. Mit überragender Laufbestzeit wurde Ann Kathrin Stolz (TV Neidlingen) verdiente Weltmeisterin.

Spannung vor Durchgang zwei bei den Herren

Nicht überraschend führte der mehrfache lettische Weltcupsieger Kristaps Zvejnieks bei den Herren nach dem ersten Durchgang vor den beiden DSV-Top-Rennläufern Franz-Josef Meyer (SC Aichtal) und Manuel Zörlein (DAV Neu-Ulm), der gerade einmal eine Hundertstel Sekunde Rückstand auf seinen Teamkameraden hatte. Zörlein seinerseits hatte auf den noch amtierenden Weltmeister und Lokalmatador Sebastian Gruber auch nur einen geringen Vorsprung - Spannung pur also vor dem zweiten Durchgang, zumal mit Matthias Mertens ein ehemaliger Europameister auf Rang fünf, Adrian Grießer aus unserem DSV Team auf Rang sechs und überraschender Weise auch mit dem mehrfachen Europacupsieger Stefano Bellingheri auf Rang neun absolut hochkarätige Spitzenfahrer den Führenden im Nacken saßen. Aussichten auf Top-Platzierungen gab es auch für Andreas Hilble auf Rang zwölf und Sebastian Schwab auf Rang 13. Hilble zeigte im Gegensatz zum ersten Durchgang einen aggressiven zweiten Lauf, mit dem er sich noch auf den achten Rang im Endklassement verbesserte. Auch Sebastian Schwab (SC Aichtal) überzeugte und war am Ende mit seinem zehnten Rang hochzufrieden.

Zörlein entzaubert Ex-Weltmeister Gruber
Doch noch waren drei weiter hoffnungsvolle Läufer am Start des zweiten alles entscheidenden Durchgangs. Zuerst musste Adrian Grießer vom SV Rottweil ran, der die Strecke bravourös meisterte und am Ende mit dem doch etwas überraschenden fünften Rang eine tolle Platzierung für das DSV-Team erreichte. Dann war der noch amtierende Weltmeister Gruber an der Reihe. Getragen von der enthusiastischen Begeisterung der großen Anzahl einheimischer Zuschauer zauberte der Mann aus Chammünster einen fantastischen Lauf auf den Asphalt und übernahm klar vor Grießer die Führung. Als drittletzter Starter ging Manuel Zörlein (DAV Neu-Ulm), der Supertechniker aus dem DSV-Ski-Inline-Team, auf die Strecke. Mit Laufbestzeit in einem seiner berühmten sensationellen zweiten Durchgänge entzauberte er Weltmeister Gruber und verwies ihn auf den Silberrang.

Meyer vergibt Medaillenhoffnungen
Damit hatte der Neu-Ulmer bereits eine Bronzemedaille sicher. Franz Josef Meyer musste nun alles riskieren. Die risikoreiche Fahrweise wurde ihm in einer Kurve zum Verhängnis. Eine Idee zu viel Innenlage brachten in zu Sturz und bedeuteten das Aus für seine Medaillenambitionen.

Slalom-Titel geht an Letten Zvejnieks
Als Letzter musste der Lette Zvejnieks auf die Strecke. Der rettete mit einer hervorragenden Fahrt und zweitbester Laufzeit hinter Zörlein trotz eines kleinen Rutschers einen minimalen Vorsprung ins Ziel und übernahm den Weltmeistertitel von Gruber. Angesichts des Sturzes seines Co-Trainers Franz Meyer konnte sich Teamchef Bernd Zörlein dann auch nur eingeschränkt über die Silbermedaille seines Sprösslings Zörlein freuen, über das erzielte Teamgesamtergebnis war er aber hocherfreut.
Weitere News
Weitere Ergebnisse
Bilderstrecke zu dieser Meldung
2012-08-27
Stand: 07.04.2020
Kontakt
Andre Lehmann
Ski-Inline (Alpin/Nordisch)
Referent
Tel.: 0172-2864210