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Traum von der Heim-WM 2025 erfüllt sich noch nicht - Garmisch-Partenkirchen sammelt Sympathiepunkte

03.10.20
Ski Alpin
Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2025 finden in Saalbach-Hinterglemm statt. Das Council des Internationalen Skiverbandes FIS erteilte dem Skiort in Österreich per Videoschaltung den Zuschlag. Garmisch-Partenkirchen, das sich nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften 2011 erstmals wieder für die Austragung einer Alpin-WM beworben hatte, wurde wie der dritte Mitbewerber Crans-Montana (CH) im virtuellen Bewerbungsverfahren nicht berücksichtigt.
Garmisch
"Uns war bewusst, dass es schwer werden würde", sagte DSV-Präsident Dr. Franz Steinle. "Im Vergleich zu Saalbach, das bereits einmal gescheitert war, hatten wir von Beginn an die Außenseiterrolle. Trotzdem war es richtig und wichtig, sich zu bewerben. Die Erfahrung zeigt, dass in den meisten Fällen mehrere Versuche notwendig sind, um die Basis für einen späteren Erfolg zu schaffen. Aber ich denke, Garmisch-Partenkirchen hat mit seiner ersten Bewerbung viele Sympathie-Punkte sammeln können. Das kommt uns hoffentlich in der zweiten Runde zugute."

Das Bewerbungsverfahren war aufgrund der Corona-Pandemie im Laufe der vergangenen Monate mehrfach geändert worden. Anstelle der ursprünglich beim FIS-Congress geplanten Vor-Ort Präsentation konnten sich die drei Bewerber Saalbach-Hinterglemm, Garmisch-Partenkirchen und Crans-Montana am Samstag nur per Video-Konferenz vorstellen.

In ihrem knapp 10-minütigen Bewerbungsclip setzten der Deutsche Skiverband und Garmisch-Partenkirchen auf starke emotionale Bilder. Lokalmatadorin Maria Riesch führte als Moderatorin sympathisch durch die virtuelle Bewerbung und erinnerte sich gemeinsam mit vielen nationalen und internationalen Athleten an die legendären Momente auf der berühmten Kandahar-Strecke.

Schlussendlich leider ohne das erhoffte Abstimmungsergebnis für Garmisch-Partenkirchen.

"Ich denke, wir haben eine tolle, emotionale und absolut schlüssige Bewerbung abgeliefert. Darauf können wir wirklich stolz sein!", sagte Bürgermeistern Elisabeth Koch. "Unser Konzept stimmt - das zeigt die große Wertschätzung, die uns von allen Seiten entgegengebracht wird. Aber vermutlich ist seit den letzten Weltmeisterschaften noch zu wenig Zeit verstrichen. Garmisch-Partenkirchen und der Alpine Skisport gehören einfach zusammen. Von daher würde viel dafür sprechen, wenn wir jetzt dran bleiben. Aber das entscheiden wir natürlich nicht heute, sondern werden das in den nächsten Wochen im Gemeinderat in Ruhe besprechen."

Olympiasiegerin Maria Riesch, die bei der Heim-WM 2011 zweimal auf dem Podium gestanden hatte, trug die Entscheidung der FIS mit Fassung: "Schade. Auch wenn das Abstimmungsergebnis nicht ganz überraschend kam, nachdem sich Saalbach ja bereits schon einmal beworben hatte. Ich finde, wir haben es trotzdem richtig gut gemacht. Unser Film und die ganze Bewerbung waren eine tolle Gemeinschaftsleistung. Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht, Teil des Bewerbungsteams zu sein. Und ich bin mir sicher, dass wir mit unserer Bewerbung die richtigen Akzente gesetzt haben und beim FIS Council in Erinnerung bleiben. Ich hoffe, das zahlt sich dann in zwei Jahren für uns aus."
2020-10-05
Stand: 30.11.2020