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Informationen und Aufgebot zur 67. Vierschanzentournee

27.12.18
Skisprung
Am Samstag, 30.  Dezember 2018, startet die 67. Vierschanzentournee traditionell mit dem Auftaktspringen in Oberstdorf. Für Oberstdorf und das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sind insgesamt 13 Athleten nominiert.
Newsletter I
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SKISPRUNG Herren - 67. Vierschanzentournee
Oberstdorf (GER), Garmisch-Partenkirchen (GER), Innsbruck (AUT), Bischofshofen (AUT)

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Oberstdorf (GER)
- Sa., 29.12.2018, 16:30 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 137
- So., 30.12.2018, 16:30 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 137, anschließend Finale


Garmisch-Partenkirchen (GER)

- Mo., 31.12.2018, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 142
- Di., 01.01.2019, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 142, anschließend Finale


Innsbruck (AUT)

- Do., 03.01.2019, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 130
- Fr., 04.01.2019, 14:00 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 130, anschließend Finale


Bischofshofen (AUT)

- Sa., 05.01.2019, 17:00 Uhr (MEZ): Herren, Qualifikation, HS 142
- So., 06.01.2019, 17:00 Uhr (MEZ): Herren, Einzel, 1. Durchgang, HS 142, anschließend Finale



DAS DSV-AUFGEBOT
Für das Auftaktspringen in Oberstdorf und das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen sind insgesamt 13 Athleten nominiert.

- Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
- Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue)
- Severin Freund (WSV DJK Rastüchl)
- Karl Geiger (SC Oberstdorf)
- Stephan Leyhe (SC Willingen)
- David Siegel (SC Baiersbronn)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)


Nationale Gruppe (Oberstdorf/Garmisch-Partenkirchen):
- Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach)
- Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue)
- Felix Hoffmann (SWV Goldlauter Heidersbach)
- Justin Lisso (WSV Schmiedefeld)
- Pius Paschke (WSV Kiefersfelden)
- Constantin Schmid (WSV Oberaudorf)


AKTUELLE INFORMATIONEN UND STATEMENTS

Werner Schuster, Bundestrainer Herren
Wir freuen uns sehr auf die 67. Vierschanzentournee, die so spannend werden könnte wie lange nicht mehr. Denn die Ausgangssituation ist sowohl in unserem Team, wie auch international eine ganz andere, als in den letzten Jahren.

Andreas Wellinger, Richard Freitag und Severin Freund, die in der Vergangenheit die Speerspitze des Teams bildeten, konnten sich im bisherigen Saisonverlauf noch nicht in gewohnter Art und Weise in Szene setzen. Dagegen sprangen Karl Geiger und Stephan Leyhe mit ihren tollen Leistungen ins Licht der Öffentlichkeit. Auch Markus Eisenbichler ist es zuletzt in Engelberg gelungen, seine tolle Technik im Wettkampf umzusetzen. Karl und Stephan sind aktuell unsere bestplatzierten deutschen Skispringer und gehören daher auch zum erweiterten Kreis der Mitfavoriten.

Eine ähnliche Dynamik zeigt sich auch international: Nach seinen vier Weltcupsiegen ist Ryoyu Kobayashi der ganz große Favorit und rangiert weit vor seinem bekannten Teamkameraden Daiki Ito oder Altmeister Noriaki Kasai. Und auch im polnischen Team gibt Piotr Zyla vor Kamil Stoch, dem letztjährigen Grand-Slam- und Gesamtweltcup-Gewinner die Pace vor. Beide zählen, wie auch einige Springer aus Norwegen und Österreich, zu den Favoriten.

Es wird also interessant, wie der Auftakt in Oberstdorf verläuft. Traditionell müssen schon nach dem ersten Springen viele Favoriten ihre Hoffnungen begraben. Andere nutzen ein gutes Abschneiden, um in den Tournee-Flow zu kommen, der so vieles möglich machen kann.

Wir haben die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Abschneiden unserer Sportler bei der Tournee über die letzten Jahre kontinuierlich verbessern können. Das zeigen nicht zuletzt die beiden zweiten Plätze in der Gesamtwertung durch Andreas Wellinger und Severin Freund. Beide Male mussten wir uns nur den damaligen Überfliegern Prevz und Stoch geschlagen geben. Vielleicht können wir in der kommenden Tournee selbst einen Überflieger stellen. Der Erfolgshunger ist groß, aber wir haben gelernt, nichts zu erzwingen. Wir haben ein paar Springer in guter Position, stellen aber nicht den Topfavoriten.

Entsprechend haben wir auch heuer wieder ein gezieltes Tournee-Vorbereitungsprogramm gefahren. Die Woche nach Engelberg nutzen wir dabei für einen Trainingslehrgang in Lillehammer. Das Wetter hat mitgespielt, und wir konnten so in aller Ruhe noch einmal konzentriert und effektiv an der Stabilisierung der individuellen Sprungtechnik arbeiten.

Im Anschluss an den Kurs konnten die Aktiven dann die Systeme runterfahren und die Weihnachtstage mit ihren Familien genießen. Einzig Richard Freitag musste sich in Geduld üben. Statt Sprungtraining stand für ihn Physiotherapie und leichtes Bewegungstraining auf dem Programm, um die Nachwirkungen seines Engelberg-Sturzes zu kompensieren. Da unser Mannschaftsarzt neben muskulären Problemen keine Verletzung diagnostiziert hatte, sind wir zuversichtlich, dass Richard am 29.12. springen kann.

Unser Trainerteam hat also alles für eine erfolgreiche Tournee getan und jetzt freuen wir uns auf die vollen Stadien, speziell in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Wir wollen nun mutig und frech agieren, positiv denken und unsere Chancen nutzen. Von der Unterstützung unserer Fans können sich die Aktiven tragen lassen, denn nirgends ist die Euphorie so groß, wie an den ersten beiden Stationen der Tournee."

Stephan Leyhe
"Selten hat mir das Skispringen so viel Spaß gemacht, wie in den letzten Monaten. Der Einstieg mit dem zweiten Platz in Wisla war traumhaft. Seither bin ich bis auf wenige Ausnahmen permanent unter den besten Zehn der Welt gelandet - ein sehr angenehmes Gefühl und eine tolle Bestätigung für die Arbeit in der Vorbereitung. Das alles zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin und motiviert mich unheimlich akribisch weiterzuarbeiten.
Die Tournee ist Kult. So eine Veranstaltung gibt es kein zweites Mal und entsprechend großen Spaß macht es mir, hier an den Start zu gehen. Die Schanzen liegen mir alle. Vielleicht habe ich deshalb bei der Tournee meist meine besten Wettkämpfe abgeliefert. Wäre schön, wenn mir das auch diesmal gelingen könnte. Bereit dafür bin ich, und die Ausgangsposition, erfolgreich Ski zu springen, ist so gut wie nie zuvor."

Karl Geiger
"Das letzte Weltcup-Wochenende vor der Tournee war wirklich der Hammer. Mein erster Weltcupsieg und der vierte Platz am Tag danach haben mir noch einmal richtig Selbstvertrauen gegeben. Nach einem erfolgreichen Sommer konnte ich meine Sprünge auch im Winter abrufen. Und jetzt hat sich gezeigt, dass ich sogar ganz vorne landen kann, wenn alles zusammenpasst.

Umso mehr freue ich mich jetzt auf die Tournee und dabei vor allem auf das Auftaktspringen in meiner Heimat Oberstdorf. Mit den Erfolgen von Engelberg im Rücken blicke ich dem Auftakt recht entspannt entgegen. Familie, Freunde und Bekannte unter den Zuschauern zu wissen, ist einfach ein tolles Gefühl und sorgt für gute Laune. Die Atmosphäre im Stadion ist ohnehin ganz, ganz speziell.

Tournee hin, Tournee her, ich werde mich weiterhin auf jeden einzelnen Wettkampf fokussieren und in meine Technik vertrauen. Was dann am Ende dabei rauskommt, hängt von vielen Kleinigkeiten ab, die man selbst nicht beeinflussen kann."

Markus Eisenbichler
"Ich muss zugeben, so zäh wie in diesem Jahr ist der Winter schon lange nicht mehr angelaufen. In den Trainings, den Qualifikationen war ich sehr oft ganz vorne dabei. In den Wettkämpfen konnte ich meine Leistungen dagegen nicht immer so zeigen. Umso mehr habe ich mich über die erste richtige Top-Platzierung des Winters in Engelberg gefreut. Endlich konnte ich die Sprünge auch im Wettkampf abrufen. Der sechste Platz war dann die Bestätigung.

Die Tage im Trainingslager von Lillehammer habe ich genutzt, um weiter an der Stabilität meiner Sprünge zu arbeiten. Die Motivation ist groß, denn schließlich will ich auch beim ersten Höhepunkt der Saison meine besten Sprünge abrufen. Ich denke, ich bin jetzt, wie man so schön sagt, bei den Leuten.

Weihnachten habe ich mit der Familie verbracht und die Aussicht von meinen Hausbergen genossen. Der Kopf ist frei und ich freue mich jetzt sehr, dass wir endlich wieder vor ausverkauften Stadien springen dürfen und dabei die einzigartige Atmosphäre genießen können."

Richard
Freitag
"Irgendwie ist es in diesem Winter bisher noch nicht so richtig rund gelaufen. Zwar hat die Form im Vorfeld gestimmt, und ich habe mich auch sehr auf den Winter gefreut, aber in den Wettkämpfen ist es mir nicht wirklich gelungen, das zu zeigen, was ich kann.


In Engelberg war ich sehr nah dran, landete dann aber im Probesprung ein bisschen verquert und in der Folge hatte ich mit muskulären Problemen an der rechten Hüfte zu kämpfen. Die zwangen mich in der Folge zu einer Trainingspause und Physiotherapie, statt beim Vorbereitungskurs in Lillehammer zu springen.

Die Zwangspause war laut unserem Teamarzt Mark Dorfmüller der einzig richtige Weg, die körperliche Voraussetzung für eine Tourneeteilnahme zu schaffen. Jetzt, kurz vor Tourneestart, fühle ich mich gut und bereit fürs Skispringen.

Ich springe die Tournee also aus einer Ruhephase heraus, ohne vorherige Trainingseinheiten. Für mich ist das kein Problem. Zum einen bin ich mit der Schanze in Oberstdorf vertraut, da ich hier trainiere. Zum anderen war ich vergangenes Jahr vor der Skiflug-WM in einer ähnlichen Situation. Am Ende hatte ich eine Medaille um den Hals baumeln. Ich gehe also positiv an die anstehenden Aufgaben und freue mich, bei der Tournee dabei sein zu können."

Severin Freund
"Dass ich nach zwei Jahren Verletzungspause nicht durch die Konkurrenz marschiere wie das heiße Messer durch die Butter, war abzusehen. Deshalb haben mich die ersten, recht zähen Wochen im Weltcup auch nicht überrascht. Der Kurs in Lillehammer war daher von großem Wert für mich, denn ich konnte nochmal jenseits des Wettkampfgeschehens an den Basics meiner Technik arbeiten. Ich denke auch, wir haben dabei auch einen erfolgversprechenden Ansatz gefunden.

Trotzdem kann es sein, dass die Tournee für mich in diesem Jahr einen Ticken zu früh kommt. Sollte das der Fall sein, werde ich mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Schließlich habe ich mich nicht zwei Jahre zurückgekämpft, um dann beim ersten Widerstand abzubiegen. Mir ist klar, dass ich bei meinem Comeback in größeren Zeiteinheiten rechnen muss, und daraus ziehe ich auch die Ruhe und Gelassenheit, die für den Erfolg beim Skispringen so notwendig ist.

Unter diesen Vorzeichen freue ich mich ganz besonders auf die Unterstützung der Fans. Gerade in Oberstdorf sind sie weit mehr als der berühmte zwölfte Mann. Die Zuschauer sorgen für eine Welle der Euphorie. Wenn man auf diese Welle aufspringen kann, ist vieles möglich."

David Siegel
"Die Tournee ist immer eine tolle Herausforderung. Im vergangenen Jahr bin ich bis zur Halbzeit in Garmisch-Partenkirchen dabei gewesen. Heuer ist es mein Ziel, bis zum Ende in Bischofshofen zu springen. Ich mag die unterschiedlichen Schanzen, wobei wir in Oberstdorf am häufigsten trainieren und mir die Anlage daher sehr vertraut ist.

Was ich an der Tournee richtig cool finde, und was ich auch in vollen Zügen genieße, sind die vielen enthusiastischen Fans. Die sorgen nicht zuletzt dafür, dass die Tournee eine ganz eigene Dynamik entwickeln kann. Diese will ich nutzen, so einsteigen wie ich in Engelberg aufgehört habe und mich dann von der ganz besonderen Atmosphäre tragen lassen."

Andreas Wellinger
"Der Lehrgang in Lillehammer vor Weihnachten kam mir sehr entgegen. Ich konnte in Norwegen strukturiert und effektiv an meiner Technik arbeiten und habe dabei an dem ein oder anderem Rädchen geschraubt. Im Vordergrund stand die Stabilität meiner Sprünge. Es ist für mich wichtig, das Grundniveau der Sprünge zu heben, damit ich trotz Fehlern auf konkurrenzfähige Weiten kommen kann.

Im Anschluss an den Lehrgang habe ich Körper und Geist runtergefahren und sehr schöne Weihnachten mit der Familie verbracht.

Jetzt hoffe ich, die Atmosphäre in dem ausverkauften Oberstdorfer Stadion so richtig genießen zu können. 25.000 deutsche Fans mit ihren Fahnen machen dieses Auftaktspringen seit Jahren zu einem der größten Erlebnisse, die man als Skispringer haben kann, und darauf freue ich mich ganz besonders!"

TV-ÜBERTRAGUNGEN 67. VIERSCHANZENTOURNEE Die Springen der Vierschanzentournee werden in ARD und ZDF sowie von EUROSPORT übertragen. Die Sendezeiten der ARD finden Sie hier, die des ZDF hier und die von EUROSPORT hier.
2019-01-02
Stand: 25.03.2019