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DSV-Skischulkongress 2014 in Maria Alm

12.04.14
Skischule
Vom 27.03. bis 30.03.2014 fand in Maria Alm im Pinzgau/ Salzburger Land der DSV-Skischulkongress statt. 95 Teilnehmer aus 11 Landesskiverbänden nahmen am Kongress teil. Der Kongress stand unter dem Motto "Von Einmalkunden zu Stammkunden - Kundenbindung in der DSV-Skischule".
DSV-Skischulkongress 2014
Allen beteiligten Ausbildern und Referenten ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz! Unser Dank für die tatkräftige Unterstützung gilt weiter unseren Partnern vor Ort, dem Tourismusverband Maria Alm, den Bergbahnen Aberg-Hinterthal im Skigebiet Hochkönig, dem Hotel Niederreiter, dem Hotel Pinzgauer Hof und der Pension Niederreiter.

Maria Alm mit seinen beiden Bergdörfern Hintermoos und Hinterthal, das bedeutet Salzburger Dörfer aus der guten alten Zeit, eingebettet in sanfte Hügel, umrahmt von Hochkönig und Steinernem Meer. Das Skigebiet Hochkönig als Teil des Skiverbundes „Ski amadé" mit 33 top-modernen Liftanlagen und 120 nahtlos verbundenen Pistenkilometern sorgte für traumhafte Skitage in der österreichischen Frühjahrssonne. Die Teilnehmer des Kongresses waren begeistert vom Skigebiet. Trotz frühlingshafter Temperaturen konnten sich die Gruppen täglich über bestens präparierte Pisten mit griffigem Schnee bis hin zum Firnfahren freuen.

Die 95 Teilnehmer sowie alle Ausbilder wurden in drei Hotels und Pensionen in unmittelbarer Nähe zueinander untergebracht. Zentraler Mittelpunkt in Maria Alm war das Hotel Niederreiter, welches die Teilnehmer/-innen mit hervorragendem Essen bewirtete und mit seiner Gastfreundschaft herzlich empfangen hat. Durch seinen großen Seminarraum und die angrenzende Hotelbar bot es einen hervorragenden Standort für die kurzen Referate am Nachmittag und den informellen Erfahrungsaustausch unter den Skischulleitern/innen am Abend. Mit dem örtlichen Skibus konnte das Skigebiet rund um den Hochkönig innerhalb weniger Minuten erreicht werden, so dass der tägliche Wechsel zwischen Praxis und Theorie leicht zu bewältigen war.

Das Motto des Kongresses "Vom Einmalkunden zum Stammkunden - Kundenbindung in der DSV-Skischule" wurde inhaltlich gefüllt. Attraktiver Unterricht mit einem schnellen und nachhaltigen Lernerfolg sowie die Begeisterung für den Schneesport beim Kunden zu wecken waren neben dem Thema Sicherheit zentrale Ansätze in allen Praxisstation. Ergänzt wurde dies durch die praktische Vorstellung des DSV-Skitty-Skiabzeichens.

Die folgenden Themen standen in der alpinen Praxis zur Auswahl bereit und wurden jeweils durch Mitglieder des DSV-Bundeslehrteams Alpin den Skischulleiter/-innen und deren Stellvertretern nahe gebracht.

Station 1: Sportpädagogik/ Sportdidaktik in der Praxis
Gemeinsam wurden die Inhalte in Form eines Workshops erarbeitet. Dabei stand im Mittelpunkt, wie altersgerechter Skiunterricht stattfinden und worauf der Lehrer achten sollte. Die Mitarbeit und Erfahrung der Teilnehmer/-innen aus den eigenen DSV-Skischulen wurde hierbei stark mit einbezogen. Beim Punkt „Kommunikation" hatte die Gruppe die Möglichkeit videounterstützt sich selbst zu sehen und ein individuelles Feedback vom Ausbilder zu erhalten. Abgerundet wurde der Tag mit der Gestaltung eines erlebnisreichen Einsteigerunterrichts für Kinder und der Gestaltung des optimalen Lernraums.

Station 2: Sicherer unterwegs mit Skikursgruppen - Der DSV-Pistenfahrplan
Neben der Vermittlung von Technik und Spaß gehört vor allem der gefährdungsfreie Unterricht zu den Aufgaben des Skischulleiters. Am Beispiel einer fortgeschrittenen Jugendgruppe wurden die drei Säulen „Planung zu Hause", „Situation vor Ort" und „Verhalten im Skigebiet - Entscheidungen während des Kurses" besprochen. Auch das Thema „Unfallmanagement" konnte an einem Fallbeispiel praktisch geprobt werden.

Station 3: Erlebnis und Rennlauf zwischen Toren und Markierungen
Der Faszination, den schnellsten Weg um Tore oder Markierungen zu finden, erliegen gleichermaßen Kindern wie Erwachsene. Auf jeder Könnensstufe im Skiunterricht motiviert das Fahren zwischen Toren und Markierungen die meisten Skischüler/-innen und fördert gleichzeitig den Lernfortschritt. Die Teilnehmer/-innen dieser Station lernten verschiedene Möglichkeiten, wie das Fahren im teilweise gebundenen und im gebundenen Weg für alle erlebnisreich gestaltet werden kann und der Lernerfolg mit möglichst wenig technischen Handlungsanweisungen erreicht werden kann. Zum Tagesabschluss konnten sich die Skischulleiter/-innen vom Ehrgeiz gepackt bei einem Team-Parallelwettbewerb messen.

Station 4: Bewegungslernen im alpinen Skisport

Ziel dieser Station war es, das Bewegungssehen anhand der Grundmerkmale zu optimieren und die Ursache für beobachtete Fehlerbilder zu erkennen, denn ein gutes Bewegungssehen und die dazu passende Bewegungsanalyse des Skilehrers ist die Grundvoraussetzung, um Lernen zu ermöglichen. Gleichzeitig beschäftigte sich die Gruppe mit der Frage, wie der Skischüler Bewegungen motivierend und freudvoll erlernen kann. Alternative Wege, wie beispielsweise das Lernen über Effekte, wurden diskutiert und anhand von praktischen Beispielen verdeutlicht.

Station 5: Vorstellung und Abgleich der Inhalte zum "DSV-Skitty-Skiabzeichen"
In dieser Station lernten die Teilnehmer/-innen das neu entwickelte "DSV-Skitty-Skiabzeichen" kennen, welches die vier Könnensstufen aus dem DSV-Lehrplan Ski Alpin vereint. Die Gruppe erarbeitete Übungen, Lösungen zu Lernhindernissen und eine Menge Praxis-Tipps, die den persönlichen Skiunterricht bereichern. Mit der Kenntnis der formulierten Lernziele und Fertigkeiten sind die DSV-Skischulleiter/-innen gut vorbereitet, um das "DSV-Skitty-Skiabzeichen" in der eigenen DSV-Skischule zu vergeben.

In allen Stationen kamen natürlich auch das Skifahren sowie einige technische Tipps der Bundesausbilder nicht zu kurz, so dass auch das persönliche Fahrkönnen verbessert wurde.

Die Gruppe der Snowboarder lernte am ersten Tag die unterschiedlichen Kompassbereiche und deren methodische Verknüpfungen aus dem neuen DSV-Lehrplan Snowboard kennen. Am zweiten Tag stand das Thema Funpark mit dem Erlernen der Parkregeln sowie psychologischer und pädagogischer Tricks um eventuelle Ängste der Snowboardschüler zu bewältigen im Mittelpunkt. Auch Freestyle und die Kreativität im Unterricht kamen nicht zu kurz. Die Inhalte des dritten Tages beschäftigten sich mit dem Bewegungsmodell des neuen DSV-Lehrplans Snowboard, der Unterrichtsphilosophie und methodischer Vorgehensweisen beim Kurvenfahren.

Ergänzt wurden die Praxisstationen durch kurze theoretische Einführungen am Nachmittag. Das "DSV-Skitty-Skiabzeichen", die DSV-Lehrpläne, das DSV-Nachwuchsprojekt "Auf die Plätze, fertig ...Ski!" und die "DSV-Skiakademie" fanden hier ihre Vorstellung und regten zum Meinungsaustausch an. Ortwin Veile vom DSV-Bundeslehrteam Telemark gab zudem ein Impulsreferat zum Thema "Wirksames Unterrichten".

Wer nach der Praxis und der Theorie noch Energie übrig hatte, konnte die letzten Kräfte beim Trockentraining zeigen. Ein Skisimulator der Firma SkyTechSports gab den ambitionierten Skisportler/-innen die Möglichkeit, professionellen Wintersport anhand einer GPS-Nachbildung der Olympiaabfahrt in Sochi zu erleben.

Mit den neu gewonnenen Erkenntnissen und dem bundesweiten Erfahrungsaustausch unter den Skischulleitern/-innen können sich alle Teilnehmer an die Planung und Vorbereitung der neuen Skischulsaison machen und für Ihre Kunden einen attraktiven Unterricht anbieten und ein möglichst optimales Angebot erstellen.
Bilderstrecke zu dieser Meldung
12.04.14
Skischule
2014-04-14
Stand: 11.07.2020
Kontakt
Charis Viziotis
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Tel.: 089/85790-335