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Favoritensiege und Weichenstellungen für die Zukunft in Beerfelden

24.09.15
Ski-Inline
Ganz großer Sport im Odenwald: Bei den Deutschen Meisterschaften Ski-Inline 2015 lieferten sich die Top-Stars der Szene ein hochklassiges Kräftemessen. An dessen Ende setzten sich die Favoriten durch.
DM_2015
Im Riesenslalom holten sich Weltmeisterin Ann-Krystina Wanzke vom DAV Neu-Ulm und Adrian Griesser vom SV Rottweil die Titel. Im Slalom dominierte erneut Ann-Krystina Wanzke. Bei den Männern setzte sich Jörg Bertsch durch.

Am ersten Wettkampftag hatten die Athleten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Zwar wies die Strecke mit sechs Prozent Gefälle eine vergleichsweise moderate Neigung auf, doch diese hatte es nach einigen Regenschauern in sich. Das sollte unter anderem die frisch gebackene Jugend-Europameisterin Marina Seitz erfahren, die sich nach einem Sturz auf dem rutschigen Geläuf schon nach dem ersten Durchgang von ihren Medaillenträumen verabschieden musste (im Slalom konnte sie dies freilich mit Gold wieder Vergessen machen). Das Streckenteam hatte alle Hände voll zu tun, um nach Abklingen des Regens mit Bunsenbrennern möglichst gleiche Bedingungen für alle Starter zu bieten. „Für die Zuschauer war auf diese Weise alles geboten: hochklassiger Sport, Dramatik und spektakuläre Läufe“, bilanzierte OK-Chef Jürgen Wolf.

Überragende Weltmeisterin
Nachdem der Slalomwettbewerb am Sonntag unter perfekten – sprich rundum trockenen – Bedingungen stattfand, konnten die Athleten einmal mehr ihre Extraklasse unter Beweis stellen. Allen voran die Weltmeisterin, die es sich nicht nehmen ließ, das Double perfekt zu machen. Wanzke sicherte sich nach ihrem Riesenslalom-Sieg vom Vortag auch überlegen den Titel im Slalom. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Manuela Schmoll vom SC Unterensingen betrug satte 2,72 Sekunden. Bronze gewann Mona Sing vom SC Mosbach.

Kampf der Giganten
Bei den Herren hatte Jörg Bertsch im Slalom den Double-Träumen des Riesenslalom-Siegers ein Ende bereitet. Am Vortag noch Zweiter, setzte sich der Slalomspezialist TSV Degmarn diesmal mit 12 Hundertstel Sekunden gegenüber Adrian Griesser vom SV Rottweil durch. Dritter wurde Maximilian Merz vom DAV Neu-Ulm.
„Wir haben von den Top-Leuten bis hin in den Jugendbereich an zwei Tagen großen Sport in Beerfelden zu sehen bekommen“, sagte OK-Chef Jürgen Wolf. „Wenn bei den Deutschen Meisterschaften amtierende Welt- und Europameister und Weltcup-Sieger das Niveau bestimmen, ist dies nicht nur für die Zuschauer hoch attraktiv. Auch der Nachwuchs findet die Vorbilder, denen es sich nachzueifern lohnt“, erklärt der Leiter des Bereichs Sportentwicklung im DSV.

Dank des Innenministers an die Sportfamilie
Die Athleten haben in Beerfelden an zwei Wettkampftagen in einem perfekten Umfeld Spitzensport vom Feinsten geboten. Das sah auch der hessische Innenminister Peter Beuth so. Der Schirmherr hatte die Deutschen Meisterschaften Ski-Inline 2015 höchstpersönlich eröffnet. Er lobte das Format der Veranstaltung und das damit einhergehende ehrenamtliche Engagement. Beuth nutzte die Gelegenheit aber auch zu einem tagespolitischen Fingerzeig: „Mein Dank gilt in diesen Tagen der ganzen Sportfamilie. Denn sie hat zuletzt mit ihren Ehrenamtlichen, den Vereinen und Verbänden neben ihren sportlichen Aufgaben auch für die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge Beachtliches geleistet."
Beerfeldens Bürgermeister und der OK-Vorsitzende Gottfried Görig zeigte sich zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften beeindruckt von den sportlichen Leistungen, dem Stadion und der Atmosphäre. „Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen, den Sponsoren und den Anwohnern und Anliegern – großartig, dass sie dies möglich gemacht haben.“ Dabei deutete der Bürgermeister an, dass Beerfelden Lust auf mehr bekommen könnte: „Ich bin guter Hoffnung, dass wir nächstes Jahr wieder eine Veranstaltung wie diese hinbekommen.“

Togo - den olympischen Traum im Visier
Olympisches Flair bei den Deutschen Meisterschaften: Der togolesische Skiverband war in Beerfelden mit einem Info-Stand vertreten. Eigentlich hätten in Europa lebende Mitglieder der togolesischen Skinationalmannschaft, die schon bei Olympia in Turin (2006) und Sotschi (2014) angetreten waren, im Odenwald an den Start gehen sollen. Verletzungspech verhinderte dies jedoch. Und der Skinachwuchs konnte leider aus Kostengründen nicht teilnehmen.

Der 1.Vorsitzende des Togolesischen Skiverbandes Roger Evenamade und Vizepräsident Hyazinthe Edorh nutzten aber in Beerfelden die Gelegenheit, über den ambitionieren westafrikanischen Skiverband zu informieren. Sie selbst sammelten Erkenntnisse über sommerliche Wettkampfformen und das Skitraining auf Inlinern, um diese in die Nachwuchsarbeit in Togo tragen.

„Die Inline-Begeisterung ist bei den Kids in unserem Land riesig. Ski-Inline ist für sie eine tolle Herausforderung. Da können sich Talente hervorragend zeigen und bewähren“, sagt Roger Evenamade. Er freue sich deswegen ganz besonders über die Unterstützung des Deutschen Skiverbandes, des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Verantwortlichen in Beerfelden. „Sport verbindet. Unser olympischer Traum geht weiter!“

Die Ergebnisliste finden Sie in der unter dem Text angefügten PDF-Datei!
2015-09-24
Stand: 26.02.2020
Kontakt
Andre Lehmann
Ski-Inline (Alpin/Nordisch)
Referent
Tel.: 0172-2864210