https://www.ski-online.de/skiversicherung?utm_source=DSV_Website&utm_medium=Banner&utm_campaign=DSV_Banner
Suche

Informationen und Aufgebote für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2017 in Lahti (FIN)

20.02.17
Langlauf
Vom 21. Februar bis 5. März 2017 werden bei den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti die Medaillen in den Disziplinen Langlauf, Skisprung und Nordische Kombination vergeben.
Newsletter II
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
FIS NORDISCHE SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN IN LAHTI (FIN)
21. Februar - 5. März 2017
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


AKTUELLES STATEMENT

Karin Orgeldinger, Sportdirektorin Nordisch
"Ich denke, wir können durchaus selbstbewusst zur WM nach Finnland fahren. Die Mannschaften haben in den zurückliegenden Weltcup-Wochen großteils herausragende Leistungen gezeigt. Wenn es unseren Leistungsträgern gelingt, dieses Potential auch bei den Titelkämpfen auszuschöpfen, dann braucht uns vor den kommenden zwei Wochen ganz sicher nicht bange sein.

 

Das gilt natürlich vor allem für unsere Nordischen Kombinierer. Denn das, was die Mannschaft von Hermann Weinbuch bislang in diesem Jahr auf der Schanze und auf der Laufstrecke an Ergebnissen abgeliefert hat, ist einfach phänomenal. Aber auch bei den Skispringern haben wir, trotz des schmerzlichen Ausfalls von Severin Freund, ganz sicher ein leistungsstarkes WM-Team am Start.

 

Bei unseren Skisprung-Damen wiederum zeigt die Formkurve nach einem etwas verhaltenen Saisonstart kurz vor Beginn der Weltmeisterschaften erfreulicherweise steil nach oben. Und auch im Skilanglauf sind wir ganz sicher für die eine oder andere Überraschung gut. Auch wenn wir durch die zahlreichen Verletzungen und Krankheiten, die wie insbesondere im Herrenteam zu verkraften hatten, leider etwas in der Leistungsentwicklung zurückgeworfen wurden.

 

Die Vorzeichen für eine erfolgreiche WM in Lahti stehen also nicht schlecht. Wir wissen allerdings, dass es vermutlich kaum möglich sein wird, die Ergebnisse der letzten Weltmeisterschaften zu toppen. Die WM 2015 in Falun, mit insgesamt fünf Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille war die erfolgreichste nordische Weltmeisterschaft in der Geschichte des Deutschen Skiverbandes. Das lässt sich nicht nach Belieben wiederholen. Aber natürlich haben wir uns wieder einige Ziele gesteckt, die wir gemeinsam erreichen wollen.

 

Wenn es uns gelingt, dass unsere Athletinnen und Athleten zum Saisonhöhepunkt topfit am Start stehen und ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen können, dann sollten wir auch in der Lage sein, in allen Disziplinen Medaillen zu gewinnen. Besonders wünsche ich mir, dass wir den Teamspirit von Falun wieder aufnehmen können. Der war damals eine wichtige Grundlage des Erfolges, weil alle Rädchen ineinandergegriffen haben."


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SKISPRUNG DAMEN
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lahti (FIN)
- Do., 23.02.2017, 13:00 Uhr (MEZ)/14:00 Uhr (LOC): Skisprung Damen, HS 100, Qualifikation
- Fr., 24.02.2017, 16:30 Uhr (MEZ)/17:30 Uhr (LOC): Skisprung Damen, HS 100, 1./2. Durchgang
- So., 26.02.2017, 16:30 Uhr (MEZ)/17:30 Uhr (LOC): Skisprung Mixed Team, HS 100, 1./2. Durchgang


Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.lahti2017.fi.


DAS DSV-AUFGEBOT
Die DSV-Sportführung hat für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti insgesamt fünf Athletinnen nominiert:

- Katharina Althaus (SC Oberstdorf)
- Gianina Ernst (SC Oberstdorf)
- Ramona Straub (SC Langenordnach)
- Carina Vogt (SC Degenfeld)
- Svenja Würth (SV Baiersbronn)


AKTUELLE STATEMENTS

Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Skisprung/Nordische Kombination
"Nach der Saison 2015/16 hat Andreas Bauer mit seinem Trainerteam einige Dinge nachjustiert. Es wurden im gesamten Trainingsprozess klare Prioritäten gesetzt. Vom Spätsommer an zeigte sich das dann in einer deutlichen, positiven Leistungsentwicklung, die sich bis zum heutigen Tag fortsetzt. Die Qualität ist permanent gestiegen.

 

Bitter war allerdings der Ausfall von Anna Rupprecht, die beim ersten Weltcup in Lillehammer noch auf dem Podest gestanden ist. Aber drei andere Athletinnen haben dann immer bessere Ergebnisse erzielt und immer mehr überzeugt.

 

Dass es sich im weiteren Saisonverlauf dann so positiv entwickelt, war vielleicht ein Stück weit überraschend. Aber das ist Skispringen: Wenn wichtige Dinge ineinander greifen, kann schnell etwas entstehen. Das freut mich enorm. In erster Linie natürlich für die Athletinnen, aber auch für das gesamte Team um Andreas Bauer. Jetzt werden wir sehen, wie die Mannschaft in den nächsten Wochen mit dieser erhöhten Erwartungshaltung umgehen und die WM bestreiten wird.

 

Der Abstand nach ganz vorne ist kleiner geworden. Das liegt auch daran, dass Sara Takanashi in den letzten Wochen nicht mehr ganz diese Dominanz hatte wie in den letzten Jahren oder auch noch zu Beginn der Saison. Auch im Training hat sie nicht mehr so dominiert. Auf der anderen Seite haben Athletinnen wie unsere aufgeholt. Das tut dem Damenskispringen gut. Trotzdem gehören die beiden Japanerinnen und die Norwegerin Maren Lundby zum allerengsten Favoritenkreis, wenn es um die WM-Medaillen geht. Aber unsere drei momentan leistungsstärksten Damen haben den Hut mit in den Ring geworfen.

 

Auch im Nachwuchsbereich ist es uns heuer besser gelungen, junge Athletinnen wie Agnes Reisch, Gianina Ernst und Luisa Görlich an die internationale Spitze heranzuführen. Sie haben im Weltcup starke Leistungen gezeigt. Das stimmt mich zuversichtlich, auch für die nächsten Jahre. Es sollte schon das Ziel sein, dass diese junge Athletinnen peu à peu an der Tür zur Weltcupmannschaft anklopfen und um diese Startplätze kämpfen."

 

Andreas Bauer, Bundestrainer Skisprung Damen
"Wir haben uns im Verlauf der Weltcupsaison von Woche zu Woche gesteigert, bis hin zu einer kompletten Podestbesetzung in Ljubno - wo Takanashi und Ito nicht am Start waren.

 

Wir haben unsere Zielstellung erreicht: Wir wollen mit einem Team zur WM fahren, das an einem guten Tag um die Medaillen kämpfen kann. Das freut uns sehr und wir fahren frohen Mutes nach Lahti.

 

Die Schanze ist ein etwas älteres Modell, das aber modernisiert wurde, mit einer neuen Spur und auch einem neuen Radius - ich selbst bin auf der alten Anlage immer sehr gerne gesprungen. Mit dem Team haben wir im August eine Woche Trainingslager in Lahti absolviert, um die überarbeitete Schanze kennenzulernen. Unsere Athletinnen haben dort 40 bis 50 Sprünge absolviert, sie kennen die Anlage gut."

 

Andreas Bauer, über die WM-Starterinnen
"Katharina Althaus hat in diesem Jahr einen Riesensprung gemacht, in der Weltcupgesamtwertung hat sie sich bis auf Platz vier vorgearbeitet. Dabei hat sie auch ihren ersten Weltcupsieg erreicht, das ist eine sehr positive Entwicklung.

Katharina zeichnet sich durch eine sehr gute Absprungdynamik aus, außerem hat sie sehr gute Qualitäten in der zweiten Flugphase und sie ist im Abrufen der Wettkampfleistungen sehr stabil geworden."

 

"Gianina Ernst ist unser Youngster - auch wenn sie schon bei Olympischen Spielen am Start war, dieses und nächstes Jahr ist sie immer noch Juniorin! Sie hat sich mit drei Top-15-Resultaten im Weltcup und Rang vier bei der JWM für die WM empfohlen, die sie nutzen soll, um für ihre Entwicklung weiter positive Erfahrungen zu sammeln."

 

"Ramona Straub ist erst in der zweiten Saisonhälfte richtig in Fahrt gekommen. In Hinzenbach schaffte sie dann aber ihr erstes Top-15-Ergebnis, dass sie mit den Plätzen fünf und sechs in Pjöngchang eindrucksvoll bestätigt hat, auch wenn in Südkorea einige starke Athletinnen fehlten.

Es ist eine starke Leistung, wie sich Ramona nach ihrer Verletzung ins Weltcupteam zurückgearbeitet hat."

 

"Carina Vogt hat sich von Woche zu Woche an die internationale Spitze heran gearbeitet, in Hinzenbach wurde sie nur knapp von Sara Takanashi geschlagen. Carina hat ihre Technik immer weiter ausgefeilt, sie ist in einer sehr guten Form. Bei der unmittelbaren WM-Vorbereitung in Oberstdorf hat sie sich den letzten Feinschliff geholt.

Es zeichnet Carina schon aus, dass sie bei Großereignissen absolut cool bleibt - ich bin mir sicher, dass sie ihr Leistungsvermögen in Lahti sehr gut umsetzen kann."

 

"Svenja Würth hat die positivste Entwicklung gezeigt: Sie war letztes Jahr doch ein Stück zurück, hat diese Lücke aber komplett geschlossen, in Ljubno stand sie erstmals überhaupt auf dem Weltcuppodest, ein großer Erfolg. Sie ist zuletzt kontinuierlich unter die Top-Ten gesprungen, Svenja hat sich zu einer Stütze unserer Mannschaft entwickelt, in den Wettkämpfen agiert sie mittlerweile überaus stabil, das ist eine beachtliche Entwicklung.

Svenja hat in den letzten Wochen viele positive Erfahrungen gesammelt, sie fährt mit viel Selbstvertrauen nach Lahti."

 

Katharina Althaus
"Gleich in Lillehammer hat die Saison für mich gut angefangen. Im weiteren Verlauf konnte ich mich von Weltcup zu Weltcup weiter steigern - dass das bis hin zu Platz eins möglich war, ist wunderbar. Von Verletzungen oder Krankheiten bin ich gänzlich verschont geblieben.

 

Ich habe noch einmal in Oberstdorf trainiert und am Wochenende Pause gemacht. Montag ist schon wieder Anreisetag.

 

Letzte Saison bin ich bereits in Lahti gesprungen, wir waren mit dem Team ein weiteres Mal im Sommer dort. Ich war damals aber nicht gut in Form. Momentan habe ich eine gute Form, dann agiert man eigentlich auf allen Schanzen gut."

 

Gianina Ernst
"Die Saison hat für mich doch schwerläufiger angefangen. Mein erstes Ziel war, ins Weltcupteam zu kommen, das habe ich nicht geschafft. Ich habe eine ganze Weile mit technischen Problemen gekämpft, mit dem Heimweltcup in Oberstdorf wurde es dann aber besser. In Japan und bei der JWM konnte ich mich weiter steigern, jetzt fahre ich zur WM - unterm Strich stimmt mich das dann doch noch zufrieden.

 

Jetzt freue ich mich sehr, nach Lahti zu fahren. Beim Weltcup im letzten Jahr sind wir auf der kleinen Schanze gesprungen, eine gute Anlage, die allerdings auch etwas windanfällig sein kann. Ich sollte dort gut zurechtkommen.

 

Nach dem Pjöngchang-Weltcup waren wir erst am späten Freitagabend zu Hause, ich habe mich am Wochendende ausgeruht."

 

Ramona Straub
"Durch diese Saison bin ich eher gestolpert, die Kurve - und damit auch die WM-Qualifikation - habe ich erst auf den letzten Drücker gekriegt. Vorher hatte ich doch lange mit meiner Anfahrtsposition zu kämpfen, ich habe das letztlich aber wieder in den Griff bekommen.

 

Nach dem Asien-Weltcup letzte Woche war fürs Wochenende Regeneration angesagt. Am Montag fliegen wir schon wieder nach Helsinki und reisen nach Lahti weiter.

 

Auf der alten kleinen Schanze hatte ich mir nach Olympia das Kreuzband gerissen. Seit dem Umbau der Schanze bin ich dort aber nicht mehr gesprungen, ihre Charakteristik werden wir im ersten Training kennen lernen. Ich lasse mich überraschen und freue mich auf die WM."

 

Carina Vogt
"'Wie jedes Jahr!', könnte ich zu meinem Saisonverlauf sagen: schwieriger Start, dann über die Wettkämpfe gut reingearbeitet. Sowohl technisch als auch athletisch konnte ich die Lücke zur Spitze aber doch noch schließen, und so kann ich bis hierhin doch ein positives Fazit ziehen.

 

Den Weltcup in Südkorea habe ich ausgelassen. Ich habe Kraft gesammelt und wir haben in Oberstdorf auch noch zwei Trainingseinheiten absolviert, zwei sehr gute Einheiten.

 

Die Schanze in Lahti kann man kaum mit einer anderen vergleichen, sie hat eine ganz eigene Charakteristik. Nach dem Umbau ist sie aber gut zu springen, sie bleibt jedoch weiterhin etwas windanfällig."

 

Svenja Würth
"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Saison. Ich habe nicht erwartet, dass ich so konstant vorne mitspringen kann. Das ist der Lohn für gezielte, intenvive, gute Arbeit. Ich hatte auch keine krankheitsbedingten Ausfälle oder Verletzungen.

 

Jetzt ist die Freude groß, dass ich bei der WM dabei bin. In Lahti war ich noch nicht am Start, wenn die Form stimmt, ist es aber egal, auf welcher Schanze man springt. Vor der Abreise habe ich noch einmal in Oberstdorf an Kleinigkeiten in meinem Sprungystem gearbeitet.

 

Wir fahren alle mit guten Gefühlen aus Ljubno und Pjöngchang nach Lahti."


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
SKISPRUNG HERREN
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lahti (FIN)
- Fr., 24.02.2017, 13:30 Uhr (MEZ)/14:30 Uhr (LOC): Skisprung Herren, HS 100, Qualifikation
- Sa., 25.02.2017, 16:30 Uhr (MEZ)/17:30 Uhr (LOC): Skisprung Herren, HS 100, 1./2. Durchgang
- So., 26.02.2015, 16:30 Uhr (MEZ)/17:30 Uhr (LOC): Skisprung Mixed Team, HS 100, 1./2. Durchgang
- Mi., 01.03.2017, 17:00 Uhr (MEZ)/18:00 Uhr (LOC): Skisprung Herren, HS 130, Qualifikation
- Do., 02.03.2017, 17:30 Uhr (MEZ)/18:30 Uhr (LOC): Skisprung Herren, HS 130, 1./2. Durchgang
- Sa., 04.03.2017, 16:15 Uhr (MEZ)/17:15 Uhr (MEZ)17:15 Uhr (MEZ)17:15 Uhr (MEZ)17:1517:15 Uhr (LOC):Skisprung Herren, Team, HS 130, 1./2. Durchgang


Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.lahti2017.fi.


DAS DSV-AUFGEBOT
Die DSV-Sportführung hat für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti insgesamt fünf Athleten nominiert:

- Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf)
- Richard Freitag (SG Nickelhütte Aue)
- Karl Geiger (SC Oberstdorf)
- Stephan Leyhe (SC Willingen)
- Andreas Wellinger (SC Ruhpolding)


AKTUELLE STATEMENTS

Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Skisprung/Nordische Kombination
"Vom ersten Weltcup dieser Saison in Kuusamo an ist es uns gelungen, viele positive Ausrufezeichen zu setzen. Mit den Podesplätzen von Markus Eisenbichler, Richard Freitag und einem wieder erstarkten Andreas Wellinger sind mehrere Athleten nach vorne gerückt, die in den vergangenen Jahren nicht so im Fokus standen. Auch Stephan Leyhe und Karl Geiger haben sich weiter gesteigert.

 

Momentan zeigt die Formkurve nach oben. Jetzt gilt es, die WM positiv zu gestalten. Die Chancen für uns sind gegeben. Ich glaube, dass wir nicht nur für Überraschungen gut sind, sondern auch zu konstant stabilen guten Leistungen in der Lage.

 

Wir sind letztes Jahr sehr gut in Lahti zurechtgekommen, mit einem Podestplatz von Karl Geiger. Das gesamte Team freut sich sehr auf die anstehenden Weltmeisterschaften. Wir reisen auch ohne Severin Freund mit einer leistungsstarken Mannschaft nach Lahti an.

 

Weh tut uns der Kreuzbandriss und das Saison-Aus von Severin Freund trotzdem. Severin ist ein enorm wichtiger Athlet für das Team. Er war in den vergangenen Jahren der Haupt-Protagonist des deutschen Skispringens. Das hat sich heuer etwas verändert. Das stimmt mich dann aber auch zuversichtlich. Es ist positiv, dass das ganze System letztlich nicht nur auf den Top-Resultaten eines Athleten aufbaut. Es wird sich zeigen, wie sich die jungen Athleten weiterentwickeln."

 

Werner Schuster, Bundestrainer Skisprung Herren
"Wir freuen uns auf die Weltmeisterschaften in Lahti. Speziell der Saisonverlauf nach der Vierschanzentournee stimmt uns optimistisch, dass wir auch eine gute WM absolvieren können. Mannschaftlich sind wir breit aufgestellt, und aus dieser Breite sind, angefangen mit den Springen in Wisla, auch immer wieder Spitzenleistungen und Top-Platzierungen hervorgegangen.
Mit den Wettkampfanlagen in Lahti sind wir sehr gut vertraut, wir haben dort mit Blick auf die WM bereits im Sommer einen Trainingskurs absolviert.

 

Andreas Wellinger hat sich in den letzten Wochen ins Rampenlicht gesprungen, mit ihm sind auch in Finnland Spitzenplätze möglich. Ebenso agieren Markus Eisenbichler und Richard Freitag sehr stark, beide haben in dieser Saison Podestplätze geschafft. Und auch Stephan Leyhe und Karl Geiger haben Top-Ten-Niveau - alle fünf WM-Starter rangieren unter den besten 20 der Weltcupgesamtwertung.

 

Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe haben je einmal eine Wettkampfpause gemacht, um zu regenerieren, die anderen drei haben den Wettkampfrhythmus beibehalten. Am Montag absolvieren die Athleten zu Hause noch einmal ein Krafttraining, Dienstag ist Anreisetag, ab Mittwoch stellen wir uns auf die kleine Schanze in Lahti ein.

 

Der einzige Wermutstropfen bleibt Severin Freunds Verletzung und Ausfall. Für ihn und uns ist das bitter: Gerne wären wir mit Severin als Titelverteidiger und so mit einem Startplatz mehr angetreten. Sein Ausfall bedeutet auch den Verlust des personengebundenen fünften Startplatzes.

 

Das ist eine neue, aber auch interessante Situation für das Team. Ich sehe uns in der Lage, in allen Wettbewerben mit um die Medaillen zu kämpfen. Den Modus für die Vergabe der jeweils vier oder zwei Startplätze geben wir in Lahti bekannt."

 

Werner Schuster, über die WM-Starter
"Markus Eisenbichler startet nach Falun bei seiner zweiten WM. Er präsentiert sich in einer besseren Verfassung als damals, er ist reifer geworden. Für ihn ist in diesem Jahr vieles neu, wie sein Podestplatz in Lillehammer - das kostet auch Energie und das ist ein Grund mit, warum er zwischendurch mal eine Woche Pause gemacht hat. In Lahti ist er sicher in einer Außenseiterposition, er kann aber eine Überraschung schaffen. Als einer der besten Zehn des Weltcups ist er vorqualifiziert, das ist hilfreich, man kann Kraft sparen und sich optimal auf den Wettkampf vorbereiten."

 

"Richard Freitags Saisonverlauf war wechselhaft. Leistungsstark ist er in Zakopane im Einzel nach zwei Jahren auf das Podest zurückgekehrt, dort hat er auch im Teamwettbewerb herausragend agiert - Richard kann an guten Tagen alle schlagen! In Lahti kann er für ein Highlight sorgen: Dort hat er einen seiner fünf Weltcupsiege geschafft, er mag die große Schanze, auf der er sehr gut springt. Richard ist einer der absoluten Top-Springer auf dieser Anlage."

 

"Karl Geiger ist WM-Neuling. In Lahti muss er sich für die Einzelentscheidungen anbieten, er hat starke teaminterne Konkurrenz. Aber er bringt auch gute Erinnerungen mit nach Lahti, letztes Jahr ist er beim einzigen Weltcup dort auf das Podest gesprungen. Karl wird entsprechend motiviert sein, nach einem guten Saisonverlauf hat er auch guten Grund dazu."

 

"Stephan Leyhe hat bei der Skiflug-WM mit dem Team zwar schon Silber gewonnen, aber auch er ist bei der Nordischen Ski-WM, wie Karl Geiger, Neuling. Unmittelbar vor den Titelkämpfen in Lahti hat er in Pjöngchang mit Platz fünf sein bestes Karriereresultat im Einzel erreicht. Er kann in den Teamwettbewerben eine große Rolle spielen, bei den Einzelentscheidungen geht es aber erst einmal darum, sich teamintern durchzusetzen."

 

"Andreas Wellinger startet zum ersten Mal mit guten Chancen in ein Großereignis, eine Einzelmedaille gewinnen zu können. Das ist eine spannende Herausforderung, neu für ihn, so etwas kann man nicht trainieren. Seit Wisla hat Andreas bei den letzten zwölf Weltcupspringen zehn Podestplätze geschafft - ob kleine, große oder Skiflugschanze, seit Wochen stellt er sein Flugsystem sehr schnell auf jede Schanze ein. Wichtig ist jetzt, dass er sich nach der Asienreise gut erholt und dann auch schnell auf die kleine Schanze in Lahti einstellen kann."

 

Markus Eisenbichler
"Vor dieser Saison hatte ich ein Ziel, das ich erreichen wollte: mit zur WM fahren. Es ist für mich extrem positiv, das ich das geschafft habe, das macht mich sehr zufrieden. Auch, weil ich insgesamt einen guten Saisonverlauf hatte, ich habe zum Kraftsammeln nur nach Bischofshofen mal eine Pause eingelegt. Jetzt geht es hoffentlich so weiter.

 

Unittelbar vor der WM habe ich aber nichts Spezielles mehr gemacht, es ging nur noch darum, die Grundlagen aufzufrischen. In Oberstdorf auf der kleinen Schanze habe ich noch einmal Sprunggefühl aufgebaut. Das hat gut geklappt, mehr ist jetzt nicht mehr zu tun, weiter geht es in Lahti.

 

Die HS 100 ist sehr schön, man springt dort sehr rhythmisch. Die Flugkurve ist eine recht hohe, das kommt mir prinzipiell entgegen, weil ich dort meine Stärken ausspielen kann. Aber auch die große Schanze ist top, sie hat eine flachere Flugkurve, ist mit viel Gefühl zu springen - und das liegt mir auch."

 

Richard Freitag
"Ich habe eine gute Saison, mit einigen echten Höhepunkten. In Zakopane bin ich nach längerer Pause wieder auf das Podest gesprungen, in Oberstdorf, Wisla, Bischofshofen und Engelberg hatte ich gute oder solide Top-Ten-Ergebnisse. Versöhnlich stimmen mich auch unsere sehr guten Teamresultate. Unterm Strich ist das aber nicht das Leistungsniveau, mit dem ich ganz zufrieden sein kann - passabel, mehr nicht.

 

Zur WM fahre ich trotzdem mit einem guten Gefühl. Wenn man dort eine Einzelmedaille erreichen will, muss alles passen. Während und nach der Asienreise hatte ich einen Infekt, ich gehe aber davon aus, dass das in Lahti nicht mehr nachwirkt.

 

Ich kenne beide Schanzen: Die kleine Anlage hat eine eher höhere Flugkurve, damit muss man zurechtkommen. Dort tragen wir auch den Teamwettbewerb aus. Ich vermute, dass die Medaillen auf der Anlage ganz weit unten vergeben werden. Die große Schanze wurde ein wenig umgebaut, das Profil ist aber gleich geblieben. Sie ist für Springer und Flieger gleichermaßen gut zu handlen. Wenn Du auf der Schanze dann auch noch den richtigen Wind hast, kann es richtig viel Spaß machen."

 

Karl Geiger
"Mit dieser Saison bin ich bis hierhin sehr zufrieden. Ich hatte gleich einen guten Start in die ersten Wettkämpfe, in der Phase Engelberg/Vierschanzentournee lief es dann aber eher zäh. Anschließend habe ich mir wieder eine bessere Form erarbeitet, die Sprünge und Wettbewerbe wurden auch wieder besser, es waren sogar einzelne sehr gute Sprünge dabei. Auch meine Formentwicklung hin zur WM passt, deshalb fahre ich mit einem guten Gefühl nach Lahti.

 

Am Wochenende hatten wir nach der letzten intensiven Wettkampfperiode, mit Aufenthalten in Japan und Korea, frei. So weite Reisen strengen einfach an, es galt, noch einmal zu regenerieren. Am Montag absolviere ich ein überschaubares, kleines Trainingsprogramm, am Dienstag geht es wieder weiter nach Finnland, ehe schon am Mittwoch das erste Training auf der kleinen Schanzen ansteht.

 

Ich springe da oben sehr gerne: Beim Weltcup letztes Jahr habe ich auf der HS 100 einen Podestplatz geschafft, das ist mir seitdem nicht mehr wieder gelungen. Auch auf der großen Anlage macht es mir richtig Spaß, zu springen!"

 

Stephan Leyhe
"Für mich ist es die erste Teilnahme an einer Nordischen Ski-Weltmeisterschaft. Es bereitet mir große Freude, dass ich das geschafft habe. Die Saison läuft richtig gut, ich bin auch ohne Verletzungs- oder längere Krankheitspausen durchgekommen. Nach Weltcuppunkten und -platzierungen ist es meine beste Saison. Mit einem fünften Platz habe ich auch mein bis dato bestes Weltcupergebnis geschafft. Nach dem Skifliegen in Oberstdorf war ich allerdings ein bisschen schlapp, ich habe eine Pause gemacht und mich so richtig gut erholt, das haben die anschließenden Wettkämpfe unterstrichen.

 

Ich fahre guter Dinge nach Lahti. Am Montag mache ich nochmal ein Heimtraining, am Dienstag fliegen wir nach Finnland. Die kleine Schanze liegt mir etwas mehr, aber auch auf der großen ist es sehr schön zu springen."

 

Andreas Wellinger
"Skispringen in Lahti ist ziemlich schön! Typisch finnisch halt, heißt: eine doch etwas windigere Angelegenheit als anderswo. Trotzdem machen beide Sprunganlagen richtig viel Spaß!

 

Zuletzt waren wir im Weltcup mit ordentlich Zeitverschiebung unterwegs, bis unmittelbar vor WM-Start, deshalb stand über das Wochenende Regeneration im Vordergrund. Dienstag reisen wir nach Finnland weiter, Mittwoch startet das erste Training. So behalten wir den Rhythmus bei, die letzten Tage vor der Anreise habe ich aber die Beine hoch gelegt.

 

Mein Saisonstart war durchwachsen. Ich habe mein Flugsystem dann aber im Januar und Februar Stück für Stück stabilisiert. Seit Wisla kann man auch an den Ergebnissen ablesen, wie viel Spaß mir mein Sport derzeit macht. Die zentrale Aufgabe für den Rest des Winters ist es jetzt, das ich dieses Sprung- und Flugsystem weiter so stabil halte."

 

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
NORDISCHE KOMBINATION
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lahti (FIN)
- Fr., 24.02.2017, 09:30 Uhr (MEZ)/10:30 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Einzel, HS 100
- Fr., 24.02.2017, 12:30 Uhr (MEZ)/13:30 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Einzel, 10 km Gundersen
- So., 26.02.2017, 11:00 Uhr (MEZ)/12:00 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Team HS 100
- So., 26.02.2017, 14:30 Uhr (MEZ)/15:30 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Team 4 x 5 km Gundersen
- Mi., 01.03.2017, 11:00 Uhr (MEZ)/12:00 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Einzel, HS 130
- Mi., 01.03.2017, 15:15 Uhr (MEZ)/16:15 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Einzel, 10 km Gundersen
- Fr., 03.03.2017, 15:00 Uhr (MEZ)/16:00 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Sprint Team, HS 130
- Fr., 03.03.2017, 17:15 Uhr (MEZ)/18:15 Uhr (LOC): Nordische Kombination, Sprint Team, 2 x 7,5km


Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.lahti2017.fi.


DAS DSV-AUFGEBOT
Die DSV-Sportführung hat für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti insgesamt sechs Athleten nominiert:

- Manuel Faißt (SV Baiersbronn)
- Eric Frenzel (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal )
- Vinzenz Geiger (SC Oberstdorf )
- Björn Kircheisen (WSV 08 Johanngeorgenstadt)
- Fabian Rießle (SZ Breitnau)
- Johannes Rydzek (SC Oberstdorf)


AKTUELLE STATEMENTS

Horst Hüttel, Sportlicher Leiter Nordische Kombination
"Ich schaue mit viel Vorfreude nach Lahti. Wir sollten alle mit Freude und natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung nach Finnland reisen. Eine Weltmeisterschaft ist ja grundsätzlich immer etwas Schönes. Ich persönlich freue mich sehr auf die zwei Wochen: Dass wir zeigen können, was wir drauf haben und was wir uns in den letzten Monaten und Jahren erarbeitet haben.

 

Die anderen Nationen und Teams werden die Vorbereitung ebenfalls genutzt und sich entsprechend weiterentwickelt haben. Ich rechne mit einer größeren Konkurrenz als bei dem ein oder anderen Weltcup. Akito Watabe ist sehr stark. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die beiden Finnen, vor allem im Teamsprint. Sie waren heuer ja schon mehrmals in den Top-6. Mit den Norwegern und Österreichern ist auch zu rechnen. Jede Nation ist in der Vorbereitung einer eigenen Philosophie gefolgt. Die Norweger haben einen Höhenblock eingelegt und setzen auf die Disziplin `Lauf`. Trotz der zuletzt großen Erfolge sollten wir weiter jeden Wettkampf demütig und sehr konzentriert angehen.

 

Es gibt größere Anlagen im Weltcup als die in Lahti. Die Schanze ist oft ziemlich windanfällig. Es sind höhere Flugkurven zu erwarten. Unsere Athleten mögen die Anlagen aber. Wir sind dort auch beim Weltcup schon sehr gut zurechtgekommen. Die Strecken gefallen mir sehr gut. Sie sind sehr kupiert, aber weder extrem schwer noch leicht. Ich würde sie vom Schwierigkeitsgrad her im mittleren Bereich einordnen. Gewisse Zeitabstände können auf der Strecke durchaus wieder gutgemacht werden. Das Entscheidende wird sein, ob uns der Wind in Lahti ärgert. Ich hoffe darauf, dass er uns verschont."

 

Bundestrainer Hermann Weinbuch
"Wir freuen uns sehr auf die Weltmeisterschaften. Wir sind sehr gut vorbereitet und fahren durch die letzten Erfolge mit breiter Brust nach Lahti. Wir haben eine starke Mannschaft, wie ich es in der Form noch nie erlebt habe - mit vier Siegläufern in unseren eigenen Reihen.

 

In Oberstdorf konnten wir zuletzt noch einmal hervorragend trainieren und uns unseren Feinschliff holen. Individuell konnten wir bei den einzelnen Athleten noch das ein oder andere Problem verbessern. Dementsprechend motiviert und selbstbewusst sind wir. Die Jungs präsentieren sich sehr locker und entspannt. Deshalb habe ich ein gutes Gefühl, dass wir vor Ort in Lahti die gewohnten Leistungen auch wieder erreichen können.

 

Wir kennen die Anlagen vom Weltcup. Vor allem die große Schanze ist ein bisschen speziell und sehr windanfällig. Der Wind ist in Lahti sowieso immer ein Thema und wird auch für uns mit die größte Herausforderung sein. Wir müssen ein bisschen aufs ´Wind-Glück´ hoffen. Die kleine Schanze kennen wir nicht so. Wir sind in den letzten zehn Jahren nicht mehr darauf gesprungen. Die Schanze hat ein älteres Profil und die Flugkurve geht sehr hoch. Es wird darauf ankommen, mit sehr viel Geschwindigkeit im Flug zu springen, so, dass man unten die Höhe in Weite umwandeln kann. Und dann gilt's einen Telemark zu setzen, auch wenn man eben hoch runterfällt. Das wird auf der kleinen Schanze sicherlich sehr entscheidend sein.

 

Die Wettkampfstrecken sind sehr anspruchsvoll. Die kennen wir von den Weltcups her, und sie liegen uns. Die Strecken sind sehr schwierig, aber wir sind starke Läufer, deswegen kommt uns das entgegen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir im läuferischen Bereich eine starke Rolle spielen werden.

 

Johannes Rydzek ist mental stärker geworden, er kann Misserfolge schneller abhaken. Deswegen ist seine Leistung im Ganzen stabiler geworden. Er ist momentan in einer körperlich sehr guten Verfassung und wirkt relativ locker, entspannt und selbstsicher. Ich gehe davon aus, dass er als Titelverteidiger mit Freude an den Start gehen und seine Leistung bringen wird.

 

Eric Frenzel ist wie schon in den vergangenen Jahren eine Bank für uns. Er hat schon zum wiederholten Male bewiesen, dass er als Favorit bei einer Weltmeisterschaft auch mit diesem Druck fertig wird. Ich denke, dass es dadurch, dass der Druck heuer auf mehrere Schultern verteilt ist, jetzt noch einmal leichter für ihn wird. Bei Eric gehe ich davon aus, dass er voll auf Angriff setzt und versucht, bei der WM voll aus sich rauszugehen und das Rennen für sich zu entscheiden.

 

Fabian Rießle hat noch nicht die Konstanz wie Eric oder Johannes. Er hat heuer aber mit zwei Siegen schon bewiesen, dass er die beiden auch schlagen kann. Fabian ist noch nicht ganz so stabil, hat aber fast genauso viele Möglichkeiten, Weltmeister zu werden. Dafür muss er speziell im Springen seine sieben Zwetschgen beieinander haben. Heißt konkret: mental fokussiert sein und volles Risiko für sich gehen. Dann ist bei ihm auch alles möglich. Er ist sozusagen unser Joker, der auch für einen Weltmeistertitel gut ist.

 

Björn Kircheisen hat im hohen Alter nochmal eine wahnsinnige Entwicklung gemacht. Er ist von der Unbeständigkeit in Person zur Beständigkeit in Person geworden. Er ist speziell im Springen viel stabiler geworden. Er hatte seine Probleme bei Rückenwird, das hat er aber abgelegt. Außerdem hat Björn nochmal den Ski verändert und ist ausgeglichener geworden. Deshalb ist er für uns momentan ein sicherer Mann für den vierten Platz.

 

Manuel Faißt hat sich sowohl läuferisch als auch im Springen schwer getan, in Tritt zu kommen. Er konnte aber in den letzten drei Wochen einen entscheidenden Schritt nach vorne machen und ist dadurch noch auf den WM-Zug aufgesprungen. Mit Top-6-Platzierungen hat er bewiesen, was in ihm steckt. Ich bin gespannt, wie er sich bei der WM im Training zeigen wird. Dann werden wir sehen, ob er einen Startplatz bekommt.

 

Vinzenz Geiger hat mich am Saisonanfang sehr positiv überrascht. Er hat beständig sehr gute Leistungen gebracht, musste dann aber leider durch die Krankheit und leichte Verletzung mehrmals pausieren. Sein großes Ziel war es, Junioren-Weltmeister zu werden, das hat er trotz der kleinen Rückschläge geschafft. Jetzt arbeiten wir daran, dass er nochmal zu seiner Form vom Dezember zurückfindet. Ich hoffe, dass die vielen kleineren Krankheiten ihn im läuferischen Bereich nicht zu sehr zurückgeworfen haben."

 

Manuel Faißt
"Ich erlebe ein etwas problematisches Wettkampfhalbjahr, die Saison ging für mich schleppend los, ich hatte beim Springen lange Zeit Probleme mit der Anlaufgeschwindigkeit. Das führte zu schlechteren Sprungleistungen, entsprechend schwer ist es dann auch zu laufen.

 

In den letzten zwei Wochen habe ich diese Problematik aber gut in den Griff bekommen. Wir haben viel probiert und einige Verbesserungen erreicht, ich fahre gut präpariert nach Lahti. Ich hoffe, mein jüngst gezeigtes Leistungsniveau auch in Finnland wieder abrufen zu können.

 

Die WM-Strecken laufe ich sehr gerne, auch die große Schanze gefällt mir. Die kleine Anlage ist nach den Umbaumaßnahmen für alle neu."

 

Eric Frenzel
"Die Saison ist für mich bisher sehr positiv verlaufen. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich diesen Schwung aus den letzten Wochen mitnehmen und auch bei der WM die Leistung abrufen kann.

 

Lahti ist ein besonderes Pflaster. Man braucht hier und da auch ein Quäntchen Glück, das gehört beim Sport aber mit dazu. Ich für meinen Teil kann nur versuchen, meine Baustellen so gut wie möglich zu bearbeiten und so wenig Fehler wie möglich zu machen. Ich fühle mich nach dem Lehrgang in Oberstdorf sehr gut vorbereitet.

 

Die Trainingseinheiten in Oberstdorf haben mir sehr gut getan. Es ist immer wichtig, vor einer WM nochmal etwas Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein zu tanken. Ich freue mich, dass es bald mit der WM losgeht! Ich bin recht gut in die Saison gestartet, hatte mich, was das Sprungniveau betrifft, gut gesteigert, aber zuletzt in den Wettkämpfen nicht mehr meine Topsprünge rüberbringen können. Deswegen stand für mich in Oberstdorf nochmal grundsolides Sprungtraining auf dem Programm, um gute Sprünge abzuspulen. Die muss man einfach immer mal wieder auf der Haben-Seite haben, um die Leistung dann auch im Wettkampf abrufen zu können.

 

Lahti ist immer ein recht gutes Pflaster für uns Deutsche gewesen. Wir haben dort in den letzten Weltcupjahren schon viele Erfolge feiern können. Trotzdem gibt's die ein oder andere Tücke. Die Großschanze ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Das Grundprofil von früher ist auch nach der Modernisierung geblieben. Man kann sich absetzen, aber dafür braucht man wirklich ein sehr gutes Niveau. Die kleine Schanze wird eine kleine Wundertüte für uns, weil wir da noch nicht gesprungen sind. Das sehe ich aber nicht als Nachteil für uns. Wenn man in einer guten Form ist, dann springt man auf jeder Schanze gut. Die Loipen kommen uns auch entgegen. Sie sind anspruchsvoll, was für uns als laufstarkes Team recht positiv ist."

 

Vinzenz Geiger
"Es war für mich bisher schon eine super Saison. Das hätte ich so nicht erwartet. Ich bin von Anfang an ganz gut in den Weltcup reingekommen. Der Podestplatz war natürlich das Weltcup-Highlight bis jetzt. Nach dem Jahreswechsel musste ich dann leider öfter pausieren, war zuerst krank und hatte mich dann leicht verletzt. Zum Glück bin ich zur JWM rechtzeitig wieder fit geworden und konnte sogar Gold holen.

 

Ich freue mich auf die WM und bin erst einmal froh, dass ich überhaupt mitfahren darf. Ich fühle mich fit. Sowohl im Springen als auch im Laufen habe ich mich weiterentwickelt. Läuferisch ist es in den vergangenen Jahren schon konstant immer besser geworden. Im Springen konnte ich vom Sommer auf den Herbst einen Riesenschritt machen.

 

Anfang des Jahres waren wir schon mal in Lahti. Die Schanze ist schön, die Laufstrecke sehr hart. Sowohl die Schanzen als auch die Loipen werden in einem Topzustand sein und es werden hoffentlich viele Leute da sein. Es wird ganz sicher ein schönes Erlebnis!"

 

Björn Kircheisen
"Diese Saison verläuft für mich, nach zwei schwierigen Jahren, doch überragend. Es gelingt mir, konstant gute Leistungen abzurufen und damit gute Ergebnisse zu erzielen. Ich bin beim Springen vorne mit dabei, was die Ausgangslage für das Langlaufen verbessert. Das macht es leichter, Top-Ten-Platzierungen zu erreichen.

 

Und das gibt mir viel Selbstvertrauen. Nach vier Jahren ohne Weltcupsieg hat der Erfolg von Sapporo eine große Bedeutung für mich. Ich kann noch mitmischen, das ist schön zu sehen.

 

Ich war die ganze Saison verletzungsfrei, lediglich nach dem Seefeld-Triple war ich kurzzeitig erkältet. Momentan bin ich absolut fit und beschwerdefrei, ich fahre guter Dinge zur WM nach Finnland.

 

Die kleine Schanze kenne ich von vor gut zehn Jahren, sie ist mittlerweils aber umgebaut worden. Die große Schanze und die Laufstrecke liegen mir ganz gut, unser komplettes Team kommt in Lahti eigentlich ganz gut zurecht."

 

Fabian Rießle
"Ich fühle mich gut, bin gesund und momentan noch recht locker - ich freue mich auf Lahti!

 

Den Vorbereitungslehrgang in Oberstdorf konnten wir nutzen, um mal wieder ein paar ruhige Trainingssprünge zu absolvieren. Während der Weltcups kommt man da ja gar nicht wirklich dazu. Deswegen war der Lehrgang für uns sehr wichtig.

 

Läuferisch geht es für mich meist recht gut. Ich konnte mich in dieser Saison noch einmal steigern. Die Entwicklungskurve zeigt nach oben, darüber freue ich mich natürlich sehr! Der Schlüssel liegt bei mir auf der Schanze. Wenn ich einen guten Tage habe, mit einem richtig guten Sprung und einem starken Lauf, dann kann ich auch einen Johannes oder Eric schlagen. Ich konnte mich in dieser Saison noch einmal steigern, aber die beiden haben sich natürlich auch weiterentwickelt.

 

Wir wissen noch nicht, auf welcher Strecke wir laufen werden. Mir gefallen beide recht gut, sie haben es aber auch in sich. Auf den schweren Strecken kann sich die Spreu vom Weizen trennen. Ich kenne bisher nur die Großschanze, auf der kleinen Schanze sind wir noch nie gesprungen. An sie müssen wir uns am Dienstag rantasten. Lahti ist zwar immer etwas windanfällig, aber ich hoffe natürlich, dass das Glück auf unserer Seite steht und dass wir vielleicht den großen Coup landen können."

 

Johannes Rydzek
"Die Tage daheim waren unglaublich wichtig: Erst einmal wieder ein bisschen erholen und dann den letzten Feinschliff holen. Es gibt immer Dinge, die ich noch verbessern könnte. Aber das hebe ich mir vielleicht für Lahti auf. Ich freue mich, dass es losgeht! Es wird eine coole Zeit!

 

Die Schanze in Lahti hat einen ganz eigenen Charakter. Die kleine Schanze kennen wir noch nicht, aber auch sie soll speziell sein. Aber spezielle Schanzen liegen uns eigentlich immer ganz gut. Die Strecken sind richtig schwer, was uns aber auch nicht stört. Der WM-Ort kann uns auf jeden Fall liegen. Ich freue mich auf tolle Wettkampfstätten mit hoffentlich ein paar begeisterten Zuschauern."

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
LANGLAUF
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Lahti (FIN)
- Mi., 22.02.2017, 13:00 Uhr (MEZ)/14:00 Uhr (LOC): Langlauf Damen, 5 km C, Qualifikation
- Mi., 22.02.2017, 14:30 Uhr (MEZ)/15:30 Uhr (LOC): Langlauf Herren, 10 km C, Qualifikation
- Do., 23.02.2017, 14:00 Uhr (MEZ)/15:00 Uhr (LOC): Langlauf Damen/Herren, Sprint F, Qualifikation
- Do., 23.02.2017, 16:30 Uhr (MEZ)/17:30 Uhr (LOC): Langlauf Damen/Herren, Sprint F, Finals
- Sa., 25.02.2017, 11:00 Uhr (MEZ)/12:00 Uhr (LOC): Langlauf Damen, Skiathlon 15 km
- Sa., 25.02.2017, 13:30 Uhr (MEZ)/14:30 Uhr (LOC): Langlauf Herren, Skiathlon 20 km
- So., 26.02.2017, 10:30 Uhr (MEZ)/11:30 Uhr (LOC): Langlauf Damen/Herren, Sprint Team C, Semifinals
- So., 26.02.2017, 12:30 Uhr (MEZ)/13:30 Uhr (LOC): Langlauf Damen/Herren, Sprint Team C, Finals
- Di., 28.02.2017, 12:45 Uhr (MEZ)/13:45 Uhr (LOC): Langlauf Damen, 10 km C
- Mi., 01.03.2017, 12:45 Uhr (MEZ)/13:45 Uhr (LOC): Langlauf Herren, 15km C
- Do., 02.03.2017, 14:00 Uhr (MEZ)/15:00 Uhr (LOC): Langlauf Damen, Staffel 4 x 5 km
- Fr., 03.03.2017, 12:30 Uhr (MEZ)/13:30 Uhr (LOC): Langlauf Herren, Staffel 4 x 10 km
- Sa., 04.03.2017, 13:30 Uhr (MEZ)/14:30 Uhr (LOC): Langlauf Damen, Massenstart 30km F
- So., 05.03.2017, 13:30 Uhr (MEZ)/14:30 Uhr (LOC): Langlauf Herren, Massenstart 50km F


Weitere Details zum Programm finden Sie unter www.lahti2017.fi.


DAS DSV-AUFGEBOT
Die DSV-Sportführung hat für die FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti insgesamt 13 Athletinnen und Athleten nominiert:

Damen
- Stefanie Böhler (SC Ibach)
- Victoria Carl (SC Motor Zella Mehlis)
- Nicole Fessel (SC Oberstdorf)
- Katharina Hennig (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Hanna Kolb (TSV Buchenberg)
- Sofie Krehl (SC Oberstdorf)
- Sandra Ringwald (Skiteam Schonach Rohrhardsberg)

Herren
- Thomas Bing (Rhöner WSV)
- Lucas Bögl (SC Gaißach)
- Jonas Dobler (SC Traunstein)
- Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen)
- Florian Notz (TSV/SZ Böhringen Römerstein)
- Tim Tscharnke (SV Biberau)


AKTUELLE STATEMENTS

Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Langlauf
"Bei den Damen können wir in diesem Jahr eine erfreuliche Entwicklung beobachten. Die Mannschaft hat sich im bisherigen Saisonverlauf sehr ordentlich verkauft. Vor allem die jungen Athletinnen wie Victoria Carl, Katharina Hennig, Julia Belger und Sofie Krehl haben mit guten Leistungen die Lücke zur absoluten Weltspitze verringern können und verstärken das Team um unsere arrivierten Leistungsträgerinnen. Insgesamt gesehen haben wir damit im Damenbereich eine deutlich stabilere Basis als noch vor einem Jahr. Wir fahren deshalb durchaus optimistisch zur WM nach Finnland und hoffen, dass wir dort an die guten Ergebnisse aus dem Weltcup anknüpfen können.

 

Etwas anders gestaltet sich die Situation leider bei den Herren. Hier haben wir nach wie vor mit teilweise langwierigen, krankheits- und verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Hannes Dotzler konnte zwar nach über zwei Jahren erstmals wieder einen internationalen Wettkampf bestreiten, wird uns aber bei der WM wahrscheinlich noch nicht zur Verfügung stehen. Und auch bei Tim Tscharnke, der immerhin schon Silber bei Olympia gewann, Sebastian Eisenlauer, Andreas Katz oder Jonas Dobler mussten wir im Verlauf des Winters immer wieder Rückschläge verkraften.

 

Solche Ausfälle sind für kein Team der Welt so einfach zu kompensieren. Das spiegelt sich dann natürlich auch in den bisherigen Weltcupergebnissen wider. Dennoch traue ich unseren Männern die eine oder andere Überraschung in Lathi zu.

 

Die WM-Vorbereitung in Toblach lief jedenfalls hervorragend. Wir hatten uns ja bewusst dazu entschieden, mit den WM-Startern nicht zum Weltcup nach Korea zu fliegen, sondern uns stattdessen gezielt auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Ich denke, das war die richtige Wahl. In Toblach hatte die Mannschaft die besten Rahmenbedingungen.

 

Nicole Fessel absolvierte im gleichen Zeitraum ein individuelles Training auf der Seiseralm. Als trainingsältere Athletin hat sie gute Erfahrungen mit einer gezielten Vorbereitung in der Höhe gemacht. Entsprechend wollten wir ihr diese Möglichkeit anbieten.

 

Was die Ziele für Lahti betrifft, müssen wir realistisch bleiben. Bei den Herren sollten wir bei zwei von vier Einzelrennen in der Lage sein, unter die Top-12 zu laufen. In den Teamwettbewerben peilen wir die Top-6 an. Und wenn an einem Tag alles zusammenpasst, haben wir auch nichts dagegen, wenn es noch etwas weiter nach vorne geht. Bei den Damen liegt unser Hauptaugenmerk natürlich auf den Staffeln bzw. Teambewerben. Hier wollen wir versuchen, das Podium anzugreifen. In den Einzelstarts sollten die Top-10 unser Ziel sein."

 

Torstein Drivenes, Leitender Disziplin-Trainer Damen
"Wir haben in Toblach versucht, die Athletinnen auf ihr bestes physisches, mentales und technisches Niveau zu bringen. Das sollen sie in Lahti abrufen können.

 

In Lahti hoffe ich darauf, dass unsere Athletinnen an ihre besten Weltcup-Ergebnisse anknüpfen oder sich sogar steigern können. Für Nicole Fessel heißt das zum Beispiel, sich über die Distanzrennen in den Top-7 zu bewegen. Sandra Ringwald kann definitiv in das WM-Finale laufen und dann ist viel möglich. Steffi Böhler sehe ich in der erweiterten Weltspitze, die jungen Athletinnen dürfen sich gerne in den Top-15 platzieren."

 

Janko Neuber, Leitender Disziplin-Trainer Herren
"In der bisherigen Saison gab es in der Mannschaft positive Entwicklungen aber auch ein paar Probleme. Florian Notz zum Beispiel hat sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesteigert und als junger Athlet gute Ergebnisse erzielt. Auch bei Thomas Bing und Lucas Bögl sieht man eine Steigerung.

 

Dahingegen haben die letztjährigen Leistungsträger wie Sebastian Eisenlauer und Jonas Dobler auch wegen krankheitsbedingter Ausfälle ihre Probleme, die Lücke zu den Top-Läufern zu schließen. Insgesamt haben wir als Mannschaft bisher nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Das muss man ehrlicherweise sagen.

 

In der WM-Vorbereitung haben wir versucht, Sebastian Eisenlauer und Jonas Dobler wieder dahingehend aufzubauen, dass sie an ihre Leistungen, die sie in der Saisonvorbereitung gezeigt haben, anknüpfen können. Ansonsten lag der Fokus darauf, noch vorhandene Schwächen in Stärken umzuwandeln.

 

Wir möchten in Lahti mit einer schlagfähigen Truppe starten, die speziell in den Mannschaftswettbewerben in die Nähe der Medaillenränge laufen kann. Wir wissen, dass das schwer wird, haben aber kurz vor Weihnachten schon mal gezeigt, dass es geht. In den Einzelwettkämpfen sind Top-15-Platzierungen ein gutes Ergebnis für uns."

 

Steffi Böhler
"Die bisherige Saison ist eigentlich so verlaufen, wie wir es uns erhofft haben. Klar, der Einstieg war von den Ergebnissen her schon etwas zäh. Wenn man den ganzen Sommer gut durchkommt, ohne Verletzungen oder Krankheiten, dann steckt einfach unheimlich viel Training in den Knochen und Muskeln, und es fehlt gerade zum Saisonbeginn die nötige Frische, um an die maximale Leistung heranzukommen.

 

Es war in der Vergangenheit schon immer so, dass mir die vielen intensiven Wettkämpfe der Tour de Ski ganz gut getan haben. Ich fahre zuversichtlich nach Lahti. Natürlich hoffe ich trotzdem, dass ich mich noch steigern kann. Wichtig ist es, sich auf die tägliche Arbeit zu konzentrieren, und dann wird man sehen, wer zur WM in Topform ist.

 

Wir haben in Toblach während der Vorbereitung nochmal einen sauberen Umfangblock gesetzt. Jeder hat individuell an seinen Defiziten gearbeitet. Die WM-Strecken in Lahti mag ich. Harte, anspruchsvolle Strecken kommen mir entgegen. Ich mag's am allerliebsten, wenn's selektiv ist."

 

Victoria Carl
"Ich konnte endlich mal wieder komplett trainieren und bisher durchlaufen. Das ging aufgrund von Verletzungen in den letzten zwei, drei Jahren nicht. Das merke ich aber auch. Ich bin noch nie so viele Rennen hintereinander gelaufen, und das zum ersten Mal komplett im Weltcup. Da war ich zwischenzeitlich ganz schön kaputt.

 

Aber seit der Tour de Ski geht es wieder bergauf und von daher bin ich guter Dinge, dass ich zur WM an meine Bestleistungen anknüpfen kann.

 

Ich weiß, was in Lahti auf mich zukommt. Ich habe dort vor zwei Jahren mit Platz sieben über zehn Kilometer klassisch mein bestes Weltcup-Einzelergebnis gefeiert."

 

Katharina Hennig
"Für mich und die Trainer kam mein bisheriger Saisonverlauf völlig unerwartet. Es freut mich sehr, mit zur WM zu dürfen.

 

Ich kenne Lahti noch nicht, aber grundsätzlich gefallen mir die Weltcup-Strecken, denn ich mag es, schwere Profile zu laufen. Die WM möchte ich einfach genießen und dort meine bisherigen Leistungen bestätigen."

 

Sandra Ringwald
"Ich habe in der Vorbereitung daran gearbeitet, den Schwerpunkt der Hüfte weiter nach vorne zu bringen. Außerdem habe ich versucht, meine Endgeschwindigkeit zu steigern, um auch auf der Zielgeraden noch ein Wörtchen mitreden zu können.

 

Die Sprintstrecke in Lahti ist selektiv, aber wenn man dran bleibt, kann man auch als Fünfte oder Sechste nach der letzten Abfahrt auf der Zielgeraden noch nach vorne kommen, wenn man ein entsprechendes Finish hat."

 

Thomas Bing
"Ich hatte in der bisherigen Saison Höhen und Tiefen, es fehlt etwas die Konstanz. Aber ich blicke positiv in Richtung WM.

 

Ich bin mit der WM-Vorbereitung sehr zufrieden. Wir hatten gute Bedingungen und ich hatte Muskelkater. Auch gesundheitlich hatte und habe ich in diesem Winter keinerlei Probleme, Lahti kann also kommen.

 

Die Strecken in Lahti sind sehr anspruchsvoll. Es gibt genügend Berge, so dass die Klassik-Rennen sicher nicht nur geschoben werden, das finde ich gut."

 

Lucas Bögl
"Für mich war der Einstieg in die Saison schwierig, da ich mich im Sommer im Rahmen des Förderkaders ohne Lehrgänge mit der Mannschaft vorbereitet habe. Ich konnte mich dann aber gut präsentieren und die WM-Norm knacken, insofern bin ich durchwegs zufrieden.

 

Ich habe gemerkt, dass ich bei Massenstartrennen gut mit dem Feld mitlaufen kann. Und wenn man zum Schluss noch vorne mit dabei ist, dann ist vieles möglich. Das nehme ich positiv mit nach Lahti.

 

Ich will bei der WM natürlich mein bestes geben, es ist meine erste! In Lahti war ich noch nie und kenne die Strecken nicht, sehe aber keinen Nachteil darin. Vielleicht ist es auch ganz gut, unbedarft da heran zu gehen. Ich bin auf alles vorbereitet."

 

Sebastian Eisenlauer
"Ich hatte gehofft, dieses Jahr meine Leistungen aus dem letzten Winter bestätigen zu können. Es waren zwar gute Ansätze dabei, aber es ist nie das Ergebnis herausgekommen, das ich mir vorgestellt hatte.

 

Leider hat sich nach einem noch recht guten Start schnell das Gefühl eingestellt, nicht mehr wirklich frisch zu sein. Und dann kam die krankheitsbedingte Pause zur Tour de Ski hinzu.

 

Ich hoffe, dass ich nach dem WM-Trainingsblock die Saison noch zu einem guten Ende bringen kann. Das Gefühl stimmt wieder, jetzt hoffe ich, dass ich das in entsprechende Ergebnisse umwandeln kann.

 

Ich möchte in Lahti im Sprint in die Top-15 laufen und mich für beide Team-Events empfehlen. Die Sprintstrecke ist sehr schön zu laufen, wenn auch anspruchsvoll."

 

Florian Notz
"Seit La Clusaz lief es für mich richtig gut. Ich konnte mich regelmäßig in den Top-20 platzieren. Ich habe mich in diesem Jahr noch mal sehr verbessert, vor allem was die Konstanz betrifft. Ich möchte mich in den nächsten Jahren im Bereich der besten 20 stabilisieren und mich dann Richtung Top-Ten orientieren.

 

Ich habe zuletzt die 30 Kilometer beim Weltcup in Falun ausgelassen, um nicht zu viel Zeit mit Regeneration zu verlieren, sondern die Tage für einen guten WM-Formaufbau zu nutzen.

 

Ich freue mich auf Lahti, aus gutem Grund: Ich hatte 2014 dort mein Weltcupdebüt und mit Platz sieben mein bis heute bestes Weltcupergebnis."

 

Tim Tscharnke
"Mein bisheriges Saisonfazit fällt erst mal positiv aus. Ich war ein Jahr lang weg vom Fenster, von daher bin ich zufrieden. Hier und da hätte ich zwar etwas mehr von mir erwartet, zum Beispiel eine richtige WM-Qualifikation abzuliefern, aber aufgrund der hohen FIS-Punkte und der hinteren Startplätze war das oft schwierig.

 

In der Vorbereitung in Toblach habe ich noch an der Technik und der Laktatverträglichkeit gearbeitet.

 

Ich freue mich auf Lahti und die Strecken. Aufgrund der Topografie wird in den Klassik-Rennen Diagonal-Schritt gelaufen werden müssen, anstatt nur zu schieben, das ist gut so. Ich möchte stabil durch die Wettkämpfe kommen."

 


TV-ÜBERTRAGUNGEN FIS NORDISCHE SKI-WELTMEISTERSCHAFTEN IN LAHTI (FIN)
Die Bewerbe der FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Lahti werden im ZDF, in der ARD sowie von EUROSPORT 1 und EUROSPORT 2 übertragen. Die Sendezeiten des ZDF finden Sie hier, die der ARD hier, die Sendezeiten von EUROSPORT 1 und EUROSPORT 2 finden Sie hier.

 

2017-02-20
Stand: 06.12.2021
Kontakt
Manuel Hering
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
Tel.: +49 89 85790-340