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Informationen und Aufgebote zu den FIS Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2013 in Val di Fiemme (ITA)

19.02.13
Langlauf
Nach den Alpinen und Biathleten gehen nun auch die nordischen Disziplinen in die WM-Spur. Im Folgenden finden Sie das Aufgebot der Langläuferinnen und Langläufer sowie aktuelle Statements.
Skilanglauf: DSV-Team 2012/2013
Thomas Pfüller, Generalsekretär und Sportdirektor
"Wir hoffen natürlich, dass wir bei der WM in Val di Fiemme an die Erfolge der vergangenen Weltmeisterschaften anknüpfen können. Unsere Mannschaften haben sich zielstrebig vorbereitet und sind - wenn man sich die jüngsten Weltcupresultate vor Augen hält - für die kommenden zwei Wochen gut aufgestellt.


Zweifellos den größten Umbruch haben wir derzeit im Lager der Langläufer. Unsere jungen Sportler wie Tim Tscharnke und Hannes Dotzler konnten sich in diesem Winter aber positiv weiterentwickeln und unsere arrivierten Athleten wie Tobias Angerer haben ebenfalls für einige gute Ergebnisse gesorgt. Andererseits sehen wir uns bei den Langläufern aber weiterhin einer Übermacht aus Norwegen und Russland gegenüber. Wichtig wird sein, dass wir unsere Einsatzkonzeption vor Ort so intelligent gestalten, dass wir bei den Wettbewerben, bei denen für unsere Sportler die größten Medaillenchancen bestehen, möglichst auf den Punkt fit und ausgeruht sind.

Das gilt insbesondere auch für Axel Teichmann. Leider hatte Axel in diesem Winter erneut sehr viel Pech und musste immer wieder gesundheitliche Rückschläge hinnehmen. Wir wissen aber, wozu er in der Lage ist und wollten uns deshalb bis zuletzt alle Optionen offen halten. Die Entscheidung hing dabei weniger von aktuellen Ergebnissen ab, sondern in erster Linie von Axels Gesundheitszustand und Formkurve.
 Wenn wir die Kräfte einteilen, gegebenenfalls auch einmal ein Rennen auslassen, haben wir unter Umständen auch in den Einzelrennen eine Chance.



Die größten Hoffnungen auf Edelmetall bestehen aber realistisch gesehen in den Staffeln und im Teamsprint. Und zwar sowohl bei den Herren als auch bei unseren Damen. Denn mit Denise Herrmann, Katrin Zeller und Nicole Fessel haben wir in diesem Winter erfreulicherweise gleich drei Sportlerinnen, die gerade auch als Team mit sehr guten Ergebnissen im Weltcup aufhorchen ließen. Insgesamt hat die Mannschaft einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das stimmt uns doch deutlich zuversichtlicher als noch zu Saisonbeginn.



Den Einsatz von Miriam Gössner hatten wir bewusst bis zuletzt offengelassen. Miriam hat sich in Nove Mesto aber klar positioniert, fühlt sich fit und möchte sehr gerne nun auch bei den nordischen Titelkämpfen an den Start gehen. Mit ihrer derzeitigen läuferischen Verfassung ist sie sicherlich eine Verstärkung für unser Team. Und dass sie sich auch bei den Langläuferinnen gut in Szene setzen kann, hat Miriam ja auch bereits zweimal eindrucksvoll unter Beweise gestellt. Seitens des DSV haben wir alle organisatorischen Vorkehrungen getroffen, damit sich bei dem dichten Programm mit zwei Weltmeisterschaften und anschließendem Weltcup in Oslo vor allem der An- und Abreisestress für Miriam in Grenzen hält.



Die Weltmeisterschaften in Val di Fiemme sind für unsere nordischen Teams natürlich der große Saisonhöhepunkt. Die Platzierungen in Val di Fiemme sind erfahrungsgemäß aber auch ein wichtiger Indikator für das, was wir dann in zwölf Monaten bei den Olympischen Spielen in Sotchi erwarten dürfen.

Als Leistungsportverband ist uns bewusst, dass wir in den kommenden zwei Wochen vor allem an den Medaillen gemessen werden. Und realistisch gesehen sollten wir auch in der Lage sein, die in uns gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Unser Ziel ist es, wieder in jeder Disziplin eine bis zwei Medaillen zu gewinnen."


Das Programm in Val die Fiemme
Mi., 20.02.2013, 10.45 Uhr (MEZ): Damen, 5 km F, Qualifikation

Mi., 20.02.2013, 12:45 Uhr (MEZ): Herren, 10 km F, Qualifikation

Do., 21.02.2013, 10:45 Uhr (MEZ): Damen/Herren, Sprint C, Qualifikation
Do., 21.02.2013, 12:45 Uhr (MEZ): Damen/Herren, Sprint C, Finals

Sa., 23.02.2013, 12:45 Uhr (MEZ): Damen, Skiathlon 7,5 km C + 7,5 km F
Sa., 23.02.2013, 14:15 Uhr (MEZ): Herren, Skiathlon 15 km C + 15 km F

So., 24.02.2013, 10:00 Uhr (MEZ): Damen/Herren, Teamsprint F, Qualifikation

So., 24.02.2013, 12:00 Uhr (MEZ): Damen/Herren, Teamsprint F, Finals
Di., 26.02.2013, 12:45 Uhr(MEZ): Damen, Einzel 10km F
Mi., 27.02.2013, 12:45 Uhr(MEZ): Herren, Einzel 15km F

Do., 28.02.2013, 12:45 Uhr(MEZ): Damen, Staffel 4x5km C/F
Fr., 01.03.2013, 13:30 Uhr (MEZ): Herren, Staffel 4x10km C/F
Sa., 02.03.2013, 12:15 Uhr (MEZ): Damen, Massenstart 30 km C

So., 03.03.2013, 12:30 Uhr (MEZ): Herren, Massenstart 50 km C


DAS DSV-AUFGEBOT
Bundestrainer Frank Ullrich plant für die WM zunächst mit insgesamt 14 Athletinnen und Athleten.



DAMEN
- Nicole Fessel (SC Oberstdorf)
- Miriam Gössner (SC Garmisch)

- Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

- Hanna Kolb (SC Buchenberg)
- Sandra Ringwald (Skiteam Schonach-Rohrhardsberg)
- Katrin Zeller (SC Oberstdorf)



HERREN
- Tobias Angerer (SC Vachendorf)

- Hannes Dotzler (SC Sonthofen)

- Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen)

- Jens Filbrich (SV Eintracht Frankenhain)
- Andy Kühne (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

- Axel Teichmann (WSV Lobenstein)

- Tim Tscharnke (SV Biberau)

- Alexander Wolz (TSV Buchenberg)




AKTUELLE STATEMENTS



Hier kommen Sie zur Playlist der Video-Interviews.

Bundestrainer Frank Ullrich

"Mein erster wichtiger Wunsch für diese Weltmeisterschaften ist, dass wir möglichst alle unsere Athletinnen und Athleten gesund und fit in Val di Fiemme am Start haben werden. Wir hatten in den vergangenen Monaten doch einige gesundheitliche Probleme, die uns - ich denke da speziell an Axel Teichmann - immer wieder in unseren Bemühungen zurückwarfen.

Nicht zuletzt deswegen haben wir in der Vorbereitung durchaus individuelle Trainingsprogramme absolviert, gleichzeitig aber auch versucht, die positiven gruppendynamischen Aspekte zu nutzen. Tim Tscharnke und Hannes Dotzler beispielsweise haben wir bewusst auf die Seiseralm geschickt, damit sie sich noch einmal in Ruhe in der mittleren Höhe auf die WM vorbereiten können.

 Bei den trainingsälteren Sportlern wie Tobias Angerer war es mit Blick Richtung Olympia unabdingbar, dass sie beim Weltcup auf den zukünftigen olympischen Strecken dabei waren. Denn Sotschi ist letztendlich das ganz große Ziel, auf das wir mit diesen Athleten hinarbeiten. Im Anschluss an die Russland-Reise haben die meisten auf die Rennen in Davos verzichtet, um die verbleibenden Tage zur WM-Vorbereitung in Toblach zu nutzen.



Insgesamt, denke ich, fährt die Mannschaft gut vorbereitet nach Italien, so dass wir mit Zuversicht und Spaß in die Rennen gehen können. Wenn es uns gelingt, unsere optimale Leistung abzurufen, dann sollten wir in den Einzelrennen im Bereich der Top-Ten-Platzierungen vertreten sein.

Die Podiumsplätze anzugreifen wird, realistisch gesehen, sehr, sehr schwer. Aber natürlich wollen wir den Top-Favoriten aus Skandinavien und Russland auch nicht kampflos das Feld überlassen. Chancen auf Edelmetall sehe ich vor allem in den Teamsprints sowie in den beiden Staffeln. Aber auch hier muss am Tag X wirklich alles zusammenpassen, wenn wir am Ende auf dem Siegerpodest stehen wollen.



Was möglich ist, haben wir in diesem Winter schon das eine oder andere Mal gesehen. Ich denke da an die guten Leistungen von Niki und Katrin, die beide schon ganz oben angeklopft haben. Oder an die Podestplätze von Tim, Axel und Tobi.

 Wenn wir den positiven Trend und den Schwung von Sotschi mit über den Brenner nehmen könnten, wäre ich schon mal sehr zufrieden. Und wenn wir am Ende sowohl bei den Damen als auch bei den Herren mit einer Medaille nach Hause fahren, wäre das für alle eine tolle Motivation und Grundlage für das kommende olympische Jahr."


Miriam Gössner
"Ich freue mich wahnsinnig darauf, wieder einmal bei den Langlauf-Mädels dabei zu sein. Ich habe wirklich nur gute Erinnerungen an meine Langlauf-Einsätze und hoffe natürlich, dass ich für die Mannschaft eine Verstärkung sein kann. Die Laufform stimmt, das habe ich in Nove Mesto gesehen. Sonst würde ich auch nicht nach Val di Fiemme fahren wollen."


Nicole Fessel
"In der bisherigen Saison hatte ich gesundheitlich leider viele Ausfälle. Mit den Wettkämpfen, bei denen ich an den Start gehen konnte, bin ich aber sehr zufrieden. Gerade meine guten Leistungen bei den letzten Rennen in Sochi haben mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und gute Wettkämpfe laufen kann. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für die WM.


Meine Vorbereitung habe ich darauf abgestimmt, zu den Titelkämpfen fit zu sein. Während die anderen zu den Weltcup-Rennen nach Kanada gereist sind, bin ich zu Hause geblieben und konnte dort gut trainieren. So kurz vor der WM gilt es nun, noch ein paar schnelle Einheiten zu absolvieren und sich auch mental auf die WM vorzubereiten. In Toblach konnten wir diese Ruhe vor dem Sturm noch einmal genießen.
In Val di Fiemme gehe ich bei meinen fünften Weltmeisterschaften an den Start - es wäre natürlich wahnsinnig schön, wenn ich mir endlich meinen Traum von einer WM-Medaille erfüllen könnte. In den Teambewerben haben wir sicher auch gute Chancen, eine Medaille zu holen. Mein Schwerpunkt bei den Einzel-Rennen wird auf den Distanzwettkämpfen liegen, aber ich werde auch im Sprint an den Start gehen. Ich freue mich auf alle Wettkämpfe, weil jedes Rennen seinen eigenen Reiz hat, aber die Staffel ist doch immer etwas Besonderes."


Denise Herrmann
"Die Erwartungen an meine Leistungen bei der WM sind durch meine guten Resultate im Weltcup natürlich schon etwas gestiegen. Wenn man einmal sieht, auf welche Platzierungen man laufen kann, möchte man daran natürlich möglichst in jedem Rennen anknüpfen - auch wenn ich im Vorfeld der Saison nicht unbedingt damit gerechnet hatte, dass es gleich so gut laufen wird. Ich denke, dass das Training der vergangenen Jahre nun einfach gefruchtet hat. Dazu kam, dass mir mein zwölfter Platz beim Weltcup-Auftakt natürlich auch mental weitergeholfen hat.
Bei der WM möchte ich die guten Ergebnisse aus der Tour de Ski bestätigen. Aber ich versuche, mir keinen Druck zu machen und mir auch von außen keinen Druck aufbauen zu lassen. Ich werde mich einfach wie immer vorbereiten und hoffe darauf, dass es weiterhin funktioniert. Ich bin mit Hanna und Sandra schon am Samstag direkt nach dem Sprint in Davos nach Val di Fiemme gereist. Wir waren also mit die Ersten, die dort aufgeschlagen sind.
Für den Sprint zum WM-Auftakt bin ich gesetzt. Ich hoffe darüber hinaus, dass ich auch bei den Teambewerben einen Einsatz bekomme. Es wäre einfach schön, im Team mal wieder einen Überraschungserfolg zu schaffen, sich zusammen so richtig freuen zu können und allen zu zeigen, dass wir es doch können. Ich denke, wenn alles gut geht, sind wir dazu auch in der Lage. Bei den Einzelrennen hoffe ich auf Anschlussergebnisse, wie ich sie auch bei der Tour de Ski gebracht habe. Natürlich ist jeder Tag ein anderer und es muss immer wieder alles passen, vom Material bis zur Tagesform. Top-Ten-Ergebnisse sind aber das Ziel."


Hanna Kolb
"Meine Zielsetzungen für die WM in Val di Fiemme haben sich auch mit meiner Bronze-Medaille bei der U23-WM in Liberec nicht geändert. Schon dort bin ich mit großen Erwartungen angereist, die ich dann zum Glück erfüllen konnte. Ich hoffe, dass ich es in Val di Fiemme genauso gut hinkriegen werde wie in Liberec. Mein Fokus bei der WM liegt auf dem Sprint, bei dem der Einzug ins Halbfinale das Ziel ist. Wenn ich das geschafft habe, hoffe ich natürlich in die Top-Ten laufen zu können.
Neben dem letzten Feinschliff im Training standen beim Vorbereitungslehrgang in Toblach noch einige Materialtests an. Vor der WM hab ich noch einmal neue Ski bekommen, die ich nun genau abstimmen musste, um ein gutes Sortiment für die WM zu haben. Wir alle haben versucht uns so vorzubereiten, dass wir unsere Höchstform im Februar haben. Ich fühle mich momentan fit. Das haben mir die Rennen in Liberec und Sochi bestätigt, bei denen es mir sehr gut ging. Ich hoffe, dass ich meine Form bis zur WM aufrechterhalten kann. Der Weltcup in Davos war schließlich ein letzter Test vor den Titelkämpfen."


Sandra Ringwald
"Meine Erwartungen sind diesen Winter schon jetzt mehr als erfüllt worden. Noch vor wenigen Wochen hätte ich nicht gedacht, dass ich schon in diesem Winter bei der WM der "Großen" dabei sein werde.

 Trotzdem: Nervös bin ich eigentlich nicht. Ich fahre in Val di Fiemme zu meiner ersten WM - ich kann also ohne Druck und ohne zu hohe Erwartungen an den Start gehen. Ich freue mich einfach auf die WM-Atmosphäre, die Eröffnungsfeier und auf das Gefühl, das erste Mal bei den "Großen" dabei zu sein.


Bei der Tour de Ski bin ich das 10-Kilometer-Klassik-Rennen in Val di Fiemme schon mitgelaufen. Es erwarten uns anspruchsvolle Strecken mit vielen Anstiegen und spektakulären Abfahrten. Wenn ich einen Einsatz bekomme, möchte ich im Sprint das Viertelfinale erreichen. Wenn es darüber hinaus dann noch besser läuft, hätte ich natürlich auch nichts dagegen. Bei der U23-WM hatte ich alle meine Maskottchen zu Hause vergessen, aber es hat ja auch so ganz gut geklappt. Ich habe also auch jetzt keine Glücksbringer im Gepäck."


Tobias Angerer
"Ich durfte bei vielen Weltmeisterschaften laufen. Val di Fiemme war meine erste und wird meine letzte. Daher freue ich mich natürlich sehr darauf. Bei meiner ersten WM habe ich dort Pech gehabt - Skibruch im Skiathlon, kein Startplatz bei der Staffel, Vierter im Sprint. Das sind alles Erfahrungen, die ich sammeln durfte, und die mir in meiner späteren Karriere natürlich auch was gebracht haben. Aber mit Weltmeisterschaften in Val di Fiemme habe ich also schon noch eine Rechnung offen.
Für mich zählt bei diesen Weltmeisterschaften in erster Linie der Skiathlon, meine Lieblingsdisziplin. Massenstartrennen liegen mir und im Skiathlon bin ich in der Lage, vorne mitzulaufen. Meine guten Ergebnisse im Weltcup zeigen mir, dass ich das auch schaffen kann. Das 50-Kilometer-Rennen und die Staffel sind natürlich auch ein großes Ziel von mir. In der Staffel wollen wir um das Podium mitlaufen. Wir wissen, dass wir eine starke Mannschaft haben. Wenn jeder seine Topleistung abliefern kann, dann gehören wir zu den Kandidaten, die eine Medaille gewinnen können. Aber es sind sieben, acht Staffeln, die aufs Podest kommen können. Es wird also nicht leicht, aber wir glauben fest dran.


Insgesamt fühle ich mich recht gut, das Selbstvertrauen ist da. Am Anfang meiner Karriere habe ich den Fehler gemacht, eine WM oder eine Olympiade als etwas anderes zu sehen als einen Weltcup. Man ist dann viel zu nervös und will es besonders gut machen, aber das funktioniert nicht. Wichtig ist es, einen Mittelweg zu finden, zwischen Lockerheit und der Erwartung, um die Medaillen mitlaufen zu wollen. Meine Familie ist da sehr wichtig für mich. Sie ist der ruhende Pol, bei der ich gut abschalten kann. Deshalb sind sie auch ein paar Tage mit zur WM-Vorbereitung nach Toblach gekommen. Wenn die Töchter Bilder von Podesten malen, auf denen ich stehe und juble, und der Kleine jeden Wintersportler im Fernsehen mit "Hopp, Papa, Hopp" anfeuert, sind das die Momente, aus denen ich nochmal mehr Kraft und Motivation schöpfe."


Hannes Dotzler
"Während sich das Team in Toblach auf die anstehenden Titelkämpfe vorbereitet hat, habe ich gemeinsam mit Tim Tscharnke und Cuno Schreyl an der WM-Form gearbeitet. Dafür waren wir zuerst ein paar Tage auf der Seiser Alm und anschließend am Lavazze Joch. Von dort aus konnten wir auch schon ein paar Runden auf den WM-Strecken in Val di Fiemme drehen.


Wir haben uns bewusst für ein Training in der Höhe entschieden und kamen dort gut zurecht. Teilweise führten die Strecken auf über 2.000 Meter. Nach der doch sehr langen Wettkampfpause, war es mir sehr wichtig, vor der WM noch einmal beim Weltcup in Davos an den Start zu gehen. Das Rennen war gut, um wieder in den Wettkampf-Rhythmus zu kommen. Es war für mich aber vielmehr eine letzte intensive Trainingseinheit vor der Abreise nach Val di Fiemme. Bei welchen Rennen ich starten werde, wird sich endgültig in Val di Fiemme entscheiden. Ein Einsatz bei der Staffel wäre schön, aber das wollen natürlich alle. Ich denke, bei den Teambewerben werden wir die besten Chancen auf eine Medaille haben. In den Einzelrennen hoffe ich für mich persönlich auf Top-15-Ergebnisse. Ein besonderes Highlight und eine Herausforderung wäre auch das 50-Kilometer-Rennen am letzten WM-Tag."


Sebastian Eisenlauer
"Val di Fiemme werden meine ersten Weltmeisterschaften sein, trotzdem hält sich die Nervosität bisher in Grenzen. Noch steht nicht sicher fest, ob ich vor Ort auch wirklich an den Start gehen werde. Ich freue mich deshalb eher, als das ich nervös bin. Grundsätzlich käme für mich ein Einsatz bei den Sprintbewerben in Frage, vor allem der Klassiksprint ist eine meiner Stärken und da freue ich mich sehr drauf.
Im Trainingslehrgang in Toblach konnten wir uns noch einmal optimal auf den Weltcup in Davos und die WM selbst vorbereiten. Die Bedingungen in Toblach waren sehr gut und die Gegend ist einfach ein gigantisches Trainingsgebiet. Auch die Stimmung im Team war super. In den fünf Tagen zwischen Davos und dem WM-Sprint bleibt dann nicht mehr viel Zeit, um an der Form zu arbeiten. Ich fühle mich fit und hoffe, dass mir die Bärenkralle, die ich als Glücksbringer mit eingepackt habe, dann bei einem Einsatz auch Bärenkräfte verleiht."


Jens Filbrich
"Auch wenn es meine siebten Weltmeisterschaften sind, kommt jetzt schon noch Nervosität auf. Eine WM ist immer etwas Besonderes! Ich freue mich schon sehr darauf. An Val di Fiemme habe ich durchwegs gute Erinnerungen. Mit meinem sechsten Platz im Einzel und Silber mit der Staffel waren 2003 ganz besondere Weltmeisterschaften für mich. Val di Fiemme ist ein guter Ort für eine WM.
Nach der Tour de Ski, dem ersten Saison-Highlight, hatten wir anderthalb Monate Zeit, um uns auf die WM zu fokussieren und vorzubereiten. Den Höhentrainingsblock haben wir vor Toblach abgeschlossen. Im Trainingslehrgang war es dann wichtig, an der Technik zu feilen, noch einmal auf guten und schnellen Bedingungen zu trainieren und sich auch mental auf die WM vorzubereiten. Wir haben schon sehr gute Erfahrungen mit Toblach gesammelt - ich glaube, ich bin schon zehn Mal zur Vorbereitung hier gewesen und das war immer ein gutes Omen. Anstatt zum Weltcup nach Davos zu fahren, bin ich dann auch in Toblach geblieben und habe dort einen Volkslauf bestritten, um nochmal Rennpraxis zu sammeln und im Wettkampfrhythmus zu bleiben.


Mein Ziel bei Saison-Höhepunkten ist immer eine Medaille, egal in welcher Disziplin oder in welcher Farbe. Aber ich denke, in der Staffel werden wir die größten Chancen haben, auch eine zu gewinnen. Als Einzelrennen ist der 50-Kilometer-Wettbewerb am Ende der WM mein Highlight. Auch wenn es das letzte Rennen ist, werde ich dort hochmotiviert am Start stehen."


Axel Teichmann
"Das Wichtigste ist, dass ich gesundheitlich wieder auf dem Dampfer bin. Das war in diesem Winter ja leider nicht immer der Fall. Denn sowohl die Herzgeschichte in Kanada, als auch der Magen-Darm-Infekt zu Beginn der Tour de Ski kamen jeweils zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Insgesamt fehlen mir deswegen rund zehn bis 15 Rennen. Und zwischenzeitlich konnte ich über einen Zeitraum von sieben Wochen keinen einzigen Wettbewerb bestreiten. Das macht sich natürlich in der Wettkampfhärte bemerkbar. Wobei ich positiv überrascht war, wie gut es trotz alledem beim Weltcup in Sotschi lief.


An die WM 2003 in Val di Fiemme habe ich verständlicherweise sehr gute Erinnerungen. Aber es wäre sicherlich vermessen, wenn ich vor den Einzelrennen von einer Medaille reden würde. Ich weiß noch nicht, welche Einsätze ich bekomme. Aber grundsätzlich lautet die Devise: Von Rennen zu Rennen konzentrieren und schauen, dass es - wenn möglich - in Richtung der Top-Ten geht."


Tim Tscharnke
"Nach zwei intensiven Trainingswochen auf der Seiser-Alm und am Lavazze Joch und dem anschließenden Weltcup-Wochenende in Davos geht es in den Tagen vor der WM vor allem darum, die letzte Müdigkeit abzuschütteln. Schließlich sollte schon in der ersten WM-Woche beim Teamsprint etwas in Richtung Podium passieren. In der zweiten Woche liegt dann mein Augenmerk auf dem Einzel und dem 50er. Und natürlich wäre es schön, wenn ich auch einen Einsatz in der Staffel bekommen könnte.
Ich kenne die Strecken in Val di Fiemme - weiß also, was auf mich zukommt. Vor allem am Schlusstag. Die 50 Kilometer sind mit insgesamt über 2.000 Höhenmetern gespickt. Das wäre auf Radkilometer umgerechnet eine Königsetappe bei der Tour de France mit über 7.000 Höhenmetern. Aber ich denke, die Strecken liegen uns allgemein ganz gut, weil wir doch sehr viel im Sommer auf Pässe rollern."
2013-02-19
Stand: 21.05.2022
Kontakt
Wencke Hölig
Leistungssport GmbH
Ansprechpartner
Tel.: 089-85790 215