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München 2018: Bewerbungsdokument auf dem Weg zum IOC

10.01.11 14:12 Uhr
News
Das 400 Seiten starke Bid Book der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ist heute auf den Weg nach Lausanne gebracht worden. Das offizielle Dokument der Münchner Bewerbung trifft am Dienstag am Hauptsitz der Olympischen Bewegung ein und wird dort dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) übergeben.
Kandidatenstadt München 2018
Katarina Witt, die Vorsitzende des Kuratoriums und zweimalige Olympiasiegerin und Bernhard Schwank, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft, erhielten am Montag das erste, druckfrische Bewerbungsdokument, das sogenannte Bid Book von München 2018-Geschäftsführer Jürgen Bühl. Gemeinsam mit Eishockey-Nachwuchstalent Marcus Weber aus Garmisch-Partenkirchen bringen sie das Bid Book am Dienstag zum IOC in die Schweiz. „Ein olympisches Heimspiel im Jahr 2018 wäre die Erfüllung eines großen Traums", sagte der Junioren-Nationalspieler, der stellvertretend für die vielen deutschen Wintersport-Talente die Delegation zum IOC begleitet.

Vom Rathaus ging es per Elektro-Antrieb im München 2018-MINI E zum Münchner Flughafen, von dort mit einer Lufthansamaschine nach Genf und im Mini E weiter nach Lausanne. Die Exemplare des Bid Books für die einzelnen Mitglieder gingen zeitgleich per Post in die ganze Welt. Katarina Witt freute sich, dass die Deutsche Post rechtzeitig zur Abgabe des Bid Books Nationaler Förderer der Bewerbung geworden ist: „Die Deutsche Post als unser Nationaler Förderer hat den Versand der Bid Books an die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees übernommen. Das beruhigt mich, denn nun sind wir ganz sicher, dass die Dokumente alle unversehrt und pünktlich bei jedem Mitglied ankommen werden.“

„Wir freuen uns nun darauf, unsere Planungen dem IOC vorlegen zu können“, sagte Bernhard Schwank im Rahmen der offiziellen Verabschiedung des Bid Books in München. „Gut zwei Jahre harte Arbeit und die Expertise von unseren Gesellschaftern und ihren Mitarbeitern in den Fachkommissionen sowie das Know-how unserer Nationalen Förderer, und natürlich von unseren Planern von Albert Speer und Partner sowie dem Team von ProProjekt, stecken in diesen 400 Seiten. Für die sehr gute Zusammenarbeit und das Engagement möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken.“

Thomas Bach, Vorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist als Vize-Präsident beim IOC bereits selbst einmal Vorsitzender einer Evaluierungskommission gewesen und wusste daher: „Es geht nun darum unser kompaktes, an den Bedürfnissen der Sportler orientiertes Konzept der Evaluierungskommission des IOC bei ihrem Besuch in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee Anfang März überzeugend darzustellen und gleichzeitig auf unser starkes Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept hinzuweisen.“

Der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Siegfried Schneider, erklärte, dass auch der volle Rückhalt der Politik aus dem Bewerbungsdokument hervorgeht: „Gemeinsam mit den Planungen geben wir morgen auch 47 Garantien ab, denen alle politischen Ebenen mit großen Mehrheiten zugestimmt und diese als Multi-Party-Agreement im Dezember im Kanzleramt in Berlin unterschrieben haben. Zudem hat der Bayerische Landtag ein Olympiagesetz auf den Weg gebracht, das der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land finanzielle Sicherheit im Bezug auf die mögliche Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele garantiert.“

Auch der Münchner Stadtrat hatte im Oktober 2010 mit über 90 Prozent für die Eckpunkte des Bewerbungsdokuments und alle notwendigen Garantien gestimmt. Anfang des Jahres hat zudem die Münchner Bevölkerung ihre Wintersportbegeisterung beim FIS World Cup Parallelslalom am Olympiaberg gezeigt. „25.000 jubelnde Menschen vor der verschneiten Kulisse des Zeltdachs von 1972, das war wirklich beeindruckend“, schwärmte der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude. „Damit haben wir die Nachhaltigkeit unserer Bewerbung noch einmal herausgestellt. Wenn wir den Zuschlag für die Winterspiele 2018 bekommen, wird davon aber nicht nur der Olympiapark profitieren, der grüner und größer würde, mit ökologisch sanierten Einrichtungen und zwei neuen, modernen Multifunktionshallen. Mit dem neuen Olympischen Dorf und dem Mediendorf entstünden mehr als 1.300 neue Wohnungen auf höchstem ökologischem Niveau, die ohne Olympische Spiele niemals geschaffen werden könnten.“

Einen schönen Vorgeschmack auf Olympische und Paralympische Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen kann die FIS Ski WM 2011 bieten. Davon war der 1. Bürgermeister der Marktgemeinde, Thomas Schmid überzeugt: „Wir sind sicher, dass die Begeisterung der Menschen auch hier zu spüren sein wird. Die Organisatoren vor Ort und der Deutsche Skiverband tun alles, damit diese Ski-WM eine tolle Werbung für die Bewerbung wird.“

Auch im Berchtesgadener Land versprach der erste Test, der Rodelweltcup, eine spannende Bob- und Skeleton WM im Februar. Landrat Georg Grabner freute sich: „Die modernisierte Bahn wurde am Wochenende von allen Seiten gelobt. Sie bietet beste Bedingungen für erstklassige Leistungen. Wir schauen gespannt auf die WM und hoffen, hier ebenfalls eine gute Visitenkarte für die Bewerbung hinterlassen zu können.“

Katarina Witt, die 1984 und 1988 Olympisches Gold im Eiskunstlauf gewann, weiß, dass die Impressionen von den Weltmeisterschaften eine Rolle spielen werden, aber, dass das Team auch noch weitere positive Eindrücke hinterlassen muss, bevor das IOC am 6. Juli 2011 eine Entscheidung trifft: „Das Bid Book beinhaltet hervorragende Argumente für unsere Bewerbung. Wir bieten eine ganz besondere Atmosphäre, wir können die Olympische Idee in einem „Festival of Friendship“ feiern. Aber in den nächsten sechs Monaten stehen noch einige Termine an, bei denen wir überzeugen müssen. Neben dem Besuch der Evaluierungskommission präsentieren wir die Bewerbung auch auf der Sportaccord in London, der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2012.“

Stolz zeigte sich das München 2018-Team auch darüber, dass viele Nationale Förderer mit ihrem Wissen die Planungen unterstützt haben. So versteht zum Beispiel die Allianz ihr Engagement bei der Bewerbung nicht als klassisches Sponsoring, wie Wolfgang Ischinger, Global Head of Government Relations Allianz SE verdeutlicht: „Für die Allianz ist dies eine gelebte Partnerschaft, bei der wir unsere Expertise und Erfahrung zu wichtigen Leitthemen der Bewerbung einbringen. Dazu gehören die Bereiche Paralympics, CO2 Kompensation, Sicherheit und Versicherungen." Mitarbeiter der Allianz-Tochter Climate Solutions hatten beispielsweise Möglichkeiten zur CO2 Kompensation entwickelt. Auch produziert die Allianz wichtige Themen des Bid Books als Video-Kurzdokumentationen. Dieses sogenannte Living Bid Book ist eine Weltneuheit und macht so die komplexen Inhalte der Bewerbung für die Bevölkerung anschaulich.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Sparkassen-Finanzgruppe. Mit ihrem Engagement im Nachwuchsbereich wie den Eliteschulen des Sports ermöglicht sie jungen Sportlern die Verwirklichung des Traums von der Teilnahme an Olympischen oder Paralympischen Winterspielen. Von Winterspielen in Ihrer Heimat träumt auch Verena Bentele. Die Top-Langläuferin und Biathletin hatte von den Paralympics in Vancouver fünf Goldmedaillen nach Hause gebracht: „Ich würde sehr gerne im Jahr 2018 vor eigenem Publikum starten!"

Das Bid Book steht ab dem 12. Januar 2011 auf englisch und französisch auf www.muenchen2018.org zum Download zur Verfügung. Da es keine deutsche Fassung gibt, finden Interessierte hier auch eine Zusammenfassung des deutschen Eckdatenpapiers, die Grundlage für das Bewerbungsdokument.


Quelle
Pressemitteilung der Bewerbungsgesellschaft vom 10.01.2011
2011-01-10
Stand: 20.05.2022
Kontakt
Sara-Maria Wolfram
Leistungssport GmbH
Sekretariat
Tel.: 089-85790 262