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Michaela Wenig beendet Karriere

06.04.21
Ski Alpin
Michaela Wenig vom SC Lenggries tritt vom alpinen Leistungssport zurück. Die 28-jährige Abfahrerin begründete diesen Schritt mit andauernden gesundheitlichen Einschränkungen.
Michaela Wenig
Michaela Wenig tritt vom alpinen Rennsport zurück. Die 28-jährige Zollbeamtin im Zoll Ski Team wollte nach ihrer Hüft-Operation im Frühjahr 2019 wieder den Anschluss an die erweiterte Weltspitze in den Speed-Disziplinen herstellen. Gesundheitliche Probleme erschwerten dieses Vorhaben jedoch.

"Leider schränken mich meine Hüftprobleme nach wie vor ein. Ich kann daher nicht die notwendigen Umfänge trainieren. Mein Ziel, an meine Leistungen vor der Verletzung anzuknüpfen, lässt sich so nicht realisieren. Ich habe deshalb den Entschluss gefasst, meine aktive Karriere als Skirennfahrerin zu beenden. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Familie, meinen Trainern, meinen Sponsoren und dem DSV für die bisherige Unterstützung während meiner aktiven Karriere bedanken. Ein spezieller Dank gilt dem Zoll Ski Team."

14 Jahre alpine Nationalmannschaft
2007 schaffte Michaela den Sprung in den DSV-Kader. Die Schulausbildung am Gymnasium in Hohenburg schloss sie 2011 mit dem Abitur ab. Rückenprobleme warfen sie zurück und zwangen sie im Winter 2010/11 zu einer achtmonatigen Pause.

Starke Leistungen in den Jahren 2017 bis 2019

Michaela startete mit ihrem bis dato besten Weltcup-Ergebnis in die Olympiasaison 2017/18: Auf Rang 17 in der Abfahrt von Lake Louise folgten Platz 21 beim Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen und Rang 18 im Super-G von Crans Montana. Am Saisonende sicherte sich Michaela die nationalen Meistertitel in Abfahrt und Super-G.

Bestes Weltcup-Ergebnis in Gröden

Mit sieben Platzierungen in den Weltcup-Punkterängen schloss Michaela im Winter 2018/19 nahtlos an die Leistungen der Vorsaison an. Mit Platz fünf bei der Abfahrt von Gröden qualifizierte sie sich direkt für die Weltmeisterschaften in Are und erzielte zudem ihr bestes Weltcup-Resultat. Bei ihren ersten Weltmeisterschaften bestätigte sie mit Platz zwölf in der Abfahrt ihre Vorleistungen. Am Ende der Saison arbeitete sich die Isartalerin auf Rang 22 in der Weltcup-Abfahrtswertung vor.

Hüft-OP bremst Aufwärtstrend

Nach einer Hüft-Operation im Frühjahr 2019 konnte Michaela erst spät im Jahr ins Training einsteigen. Trotzdem fuhr sie in Abfahrt und Super-G sechsmal in die Weltcup-Punkteränge, ehe sie ihre Saison nach erneuten Hüftproblemen bei den Rennen in Crans Montana vorzeitig beendete.

Pläne für die Zukunft
"Der Sport, und vor allem der alpine Skisport, hat mich als Persönlichkeit immens geprägt. Ich konnte viel lernen. Eines bleibt mir dabei besonders in Erinnerung: Wie wertvoll es ist, seinen Beruf zu lieben. Mit dieser positiven Einstellung freue ich mich darauf, in meiner beruflichen Zukunft neue Herausforderungen zu meistern. Der Sport wird dabei sicher immer ein Teil meines Lebens bleiben."
2021-04-06
Stand: 14.06.2021