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Informationen zu den XXIII. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (KOR)

07.02.18
Biathlon
Am kommenden Freitag, den 9. Februar, werden die XXIII. Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang feierlich eröffnet. Vom 10. bis zum 25. Februar kämpfen die Athletinnen und Athleten in Korea um die begehrten Medaillen. Vom DOSB wurden insgesamt zwölf DSV-Biathletinnen und -Biathleten für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nominiert.
Newsletter I
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XXIII. OLYMPISCHE WINTERSPIELE 2018 in PYEONGCHANG (KOR)
07.02. - 25.02.2018
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BIATHLON
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Pyeongchang (KOR)
- Sa., 10.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)/ 20:15 Uhr (LOC): Damen, Sprint 7,5 km
- So., 11.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)/ 20:15 Uhr (LOC): Herren, Sprint 10 km
- Mo., 12.02.2018, 11:10 Uhr (MEZ)/ 19:10 Uhr (LOC): Damen, Verfolgung 10 km
- Mo., 12.02.2018, 13:00 Uhr (MEZ)/ 21:00 Uhr (LOC): Herren, Verfolgung 12,5 km
- Mi., 14.02.2018, 12:05 Uhr (MEZ)/ 20:05 Uhr (LOC): Damen, Einzel 15 km
- Do., 15.02.2018, 12:00 Uhr (MEZ)
/ 20:00 Uhr (LOC): Herren, Einzel 20 km
- Sa., 17.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)/ 20:15 Uhr (LOC): Damen, Massenstart 12,5 km
- So., 18.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)
/ 20:15 Uhr (LOC): Herren, Massenstart 15 km
- Di., 20.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)
/ 20:15 Uhr (LOC): Mixed-Staffel 2x6 km + 2x7,5 km
- Do., 22.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)
/ 20:15 Uhr (LOC): Damen, Staffel 4x6 km
- Fr., 23.02.2018, 12:15 Uhr (MEZ)
/ 20:15 Uhr (LOC): Herren, Staffel 4x7,5 km


DAS DSV-AUFGEBOT
Folgende Athletinnen und Athleten wurden vom DOSB für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nominiert:

Damen
- Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen)
- Maren Hammerschmidt (SK Winterberg)
- Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
- Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld)
- Vanessa Hinz (SC Schliersee)
- Franziska Preuß (SC Haag)

Herren
- Benedikt Doll (SZ Breitnau)
- Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl)
- Erik Lesser (SV Eintracht Frankenhain)
- Arnd Peiffer (WSV Clausthal-Zellerfeld)
- Roman Rees (SV Schauinsland)
- Simon Schempp (SZ Uhingen)


AKTUELLE STATEMENTS

Gerald Hönig, Bundestrainer Damen
"Vor vier Jahren waren wir nicht so breit und kompakt aufgestellt, wie jetzt. Wir haben nun sechs Leistungsträgerinnen, die in der Lage sind, im Spitzenbereich anzukommen. Wir können uns alle auf die Spiele freuen, als emotionalen Höhepunkt, aber auch als sportlichen Höhepunkt in der Karriere eines Sportlers.

In der Vorbereitung haben wir am Feinschliff gearbeitet. Außerdem haben wir versucht, ein paar Erfolgserlebnisse zu schaffen, so dass wir mit breiter Brust nach Korea fliegen können. Wir haben beim Schießen ein paar Stresssituationen geschaffen, um das Selbstbewusstsein aufzubauen. Die Schießergebnisse im Januar waren nicht immer so, dass wir absolut konkurrenzfähig waren. Das Schießen war daher ein Schwerpunkt in unserem Lehrgang in Hochfilzen. Und wir haben an der körperlichen und mentalen Frische gearbeitet.

Wir haben uns schon langfristig über die Zeitverschiebung Gedanken gemacht. Das ging von deutlich früher nach Korea zu reisen, um sich eine Stunde pro Tag anzupassen, bis hin zu erst kurz vor dem ersten Wettkampf anzukommen, um die Ermüdung vor Ort nicht zu provozieren. Wir haben uns für die letzte Variante entschieden. Wir werden die Umstellung nicht bewusst vorantreiben, sondern versuchen, so lange wie möglich in der mitteleuropäischen Zeit zu bleiben. Denn unsere Nachtrennen entsprechen den Wettkampfzeiten in Europa, daran ist der Körper dementsprechend gewöhnt. Wir werden die Umstellung also schleichend angehen, es ergibt sich dann von selbst. Wir werden das mit verdunkelten Zimmern und besonderem Licht, das Aktivierungsphasen oder passive Ermüdungsphasen hervorruft, unterstützen. Wir werden es auf jeden Fall gelassen angehen.

Die Einsatzkonzeption wurde in Hochfilzen gemacht, damit sich die Sportler gut vorbereiten können. Es ist das Ziel, dass wir jede Dame vor der Staffel im Wettkampf sehen. Denn die Staffel sollte nicht der erste Wettkampf für die Starterinnen sein. Es ist wichtig, dass man vorher schon mal ein Rennen hat, um sich an die Atmosphäre und auch die Wettkampfsituation zu gewöhnen. Dazu ist jeder Einzelstart wichtig, um diese Situation schon mal durchlebt zu haben.

Wenn wir gesund bleiben, haben wir das Ziel, in den Rennen, in denen wir an den Start gehen, um die Medaillen mitzukämpfen. Zu wie vielen es dann reicht, kann man nicht voraussagen. Ein bis zwei in den Einzelwettbewerben und eine mit der Staffel wären ein sehr gutes Ergebnis. Außerdem liegt mir viel daran, gemeinsam mit den Männern in der Mixed-Staffel Edelmetall zu gewinnen."

Mark Kirchner, Bundestrainer Herren
"Simon Schempp ist derzeit in bestmöglicher Behandlung. Sein Problem ist noch nicht ganz beseitigt. Er trainiert zwar, wendet aber auch viel Zeit für seine Genesung auf. Das läuft mit kleineren Fortschritten seit Antholz so, und wir hoffen, dass er es bis zum Sprint in Pyeongchang schafft. Dafür tun wir alles.

Alle unsere Olympiastarter, einschließlich der Neulinge Roman Rees und Johannes Kühn, haben diesen Winter schon Top-Sechs-Ergebnisse erzielt. Das ist für die Mannschaft ein sehr erfreulicher Zustand. Wir haben adäquate Ersatzleute dabei, die jederzeit in ein Rennen gehen könnte, wenn es nötig sein sollte, und da durchaus auch Chancen hätten.

Wir haben diese Saison viele Platzierungen zwischen Rang vier und zehn belegt. So viele Podiumsplatzierungen wie letzten Winter hatten wir zwar nicht, aber die Leistung ist insgesamt nicht schlechter geworden. Mit Johannes Thingnes Bö und Martin Fourcade legen zwei Athleten die Messlatte derzeit sehr hoch. Eric und Arnd haben es auf das Podest geschafft, die anderen waren jeweils knapp dran. Das lässt uns für Olympia alle Chancen offen.

Die Strecke ist anspruchsvoll mit relativ steilen Anstiegen. Diejenigen, die in der Saison bewiesen haben, dass sie zu den Besten gehören, sind in der Regel auch die, die zum Jahreshöhepunkt ihre Leistung abrufen können. Wer in Form ist, kommt auf jeder Strecke zurecht. Aber wir haben die steilen Anstiege mit den Übergängen der Olympiastrecke natürlich in das Training in Hochfilzen integriert. Alles entscheidend ist immer eine gute Form und der Kopf dazu. Eine eigene positive Grundeinstellung und eine gute Stimmung in der Mannschaft sind immer wichtig. Wenn das Team intakt ist, dann ist es auch bereit für gute Leistungen. Das versuchen wir hinzukriegen.

Deshalb haben wir das Gewehr nach Antholz erst mal für drei Tage zur Seite gestellt, um den Kopf frei zu bekommen und die Konzentration wieder hochzufahren. Danach haben wir begonnen, mit Schießtraining unter Ruhebedingungen weiter an der Sicherheit und den Technikelementen zu arbeiten. Aber je näher die Olympischen Spiele rückten, desto häufiger haben wir schnelle Schießserien trainiert. Denn inzwischen schießt fast das gesamte Feld sehr schnell, und wir haben da noch Reserven.

Ich wäre zufrieden, wenn wir mit zwei Medaillen nach Hause fahren: Einer Einzelmedaille und der Staffelmedaille."

Laura Dahlmeier
"In diesem Jahr ist die Situation bei Olympia wirklich ganz anders als noch vor vier Jahren. Damals war es meine erste komplette Weltcup-Saison. Es war alles neu, alles spannend, und so habe ich auch Olympia wahrgenommen. Es war fast wie ein großer Abenteuer-Spielplatz. Sportlich hat es leider ja nicht ganz so geklappt. Ich war etwas ausgebrannt. Trotzdem habe ich versucht, die ganzen Emotionen und das ganze Drumherum aufzusaugen.

Mit den Erfolgen der letzten zwei,drei Jahre ist es schon etwas anderes. Natürlich ist mein persönlicher Anspruch diesmal ein anderer, aber auch die Erwartungen von außen. Von daher werden es wahrscheinlich nicht mehr ganz so ruhige Spiele für mich werden wie noch in Sotschi.

Die bisherige Saison lief für mich zwar, auch wegen der Ausfälle, nicht ganz auf dem konstant hohen Niveau wie letzten Winter. Aber trotzdem war es bis jetzt sicherlich eine gute Saison. Ich bin nun mal keine Maschine, aber ich weiß, was ich kann, und das habe ich in diesem Winter auch schon gezeigt. Und so fahre ich jetzt auch nach Pjeongchang. Dort habe ich letzte Saison sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Mit dem Schießstand bin ich sehr gut zurecht gekommen und die Aufteilung der Runde hat mir auch sehr gut gefallen.

Ich freue mich, wieder im olympischen Zirkus unterwegs zu sein und wieder viele Sportler aus verschiedenen Disziplinen zu treffen. Von Korea selbst werden wir vermutlich auch heuer nicht viel sehen."

Maren Hammerschmidt
"Es ist mir noch gar nicht richtig bewusst, dass Olympia schon so nahe ist. Ich bin noch voll im Trainingsmodus. Aber wenn ich dann im Flieger sitze, wird in den acht, neun Stunden bestimmt noch etwas mit mir passieren.

Die Strecke in Pyeongchang ist anspruchsvoll mit vielen steilen Bergen. Das kommt mir entgegen. Am Schießstand hat es mal ganz gut und mal nicht so gut funktioniert. Aber ich gehe da bei null wieder ran. An jedem Schießstand ist es möglich, fehlerfrei zu bleiben. Ich muss in den Rennen vor allem darauf achten, mich beim Schießen auf mich zu konzentrieren.

Ich möchte perfekte Rennen anbieten. Wenn ich sagen kann, dass es perfekt war, dann werde ich auch zufrieden sein. Was die Konkurrenz macht, kann ich nicht beeinflussen. Natürlich möchte ich gerne in der Staffel laufen, aber das wird sich erst vor Ort entscheiden.

Letztes Jahr waren wir mit einem Fernsehsender bei einem Tempel in Pyeongchang. Da konnten wir einen ganz kleinen Einblick in die Kultur gewinnen. Aber leider haben wir an den Wettkampforten nie richtig Zeit, die Kultur zu erleben. Vielleicht wird das ja diesmal anders, wenn wir länger vor Ort sind. Aber wir haben auch einen sehr langen Wettkampfplan."

Franziska Hildebrand
"Die Ruhetage zwischen Atnholz und der Vorbereitung taten gut. Ich hatte in Südtirol wieder mit muskulären Problemen am Schienbein zu tun. Aber das hat sich deutlich entspannt und ich bin nun ebenfalls viel entspannter.

Die Vorbereitung auf Korea hat Spaß gemacht und wir haben als Mannschaft gut zusammengearbeitet. Ich habe noch mal viel Wert auf das Schießen gelegt, denn da ist mir zuletzt der ein oder andere Fehler zu viel passiert, um ganz vorne zu landen. Da habe ich mir in Hochfilzen noch mal mehr Sicherheit geholt. Außerdem habe ich ein bisschen am Gewehr geschraubt, sprich, eine Kleinigkeit am Abzug verändert.

Meine Form ist gut. Selbst nach der dritten Wettkampfwoche in Antholz hatte ich noch nicht das Gefühl, dass ich schon sehr am Limit war. Ich habe mich trotz der Belastung immer noch relativ frisch gefühlt. Und das war schon mal ein gutes Gefühl, da so raus zu gehen. Auch im Moment habe ich ein gutes Gefühl beim Laufen. Auf dem Ski kann ich gut Druck aufbauen, das passt.

Ich denke, es ist von Vorteil, dass ich in Sotschi Olympia schon einmal erleben durfte. Ich weiß, wie es sich anfühlt, dort zu sein, und wie das Drumherum auf mich wirkt. Und wie alles zusammen spielt. Das kann ich jetzt emotional viel besser einschätzen, und dadurch fällt es mir leichter, damit umzugehen.

Ich habe das Glück, dass eine Freundin, meine Mutti und meine Schwester kommen und mich vor Ort anfeuern. Das sind meine Glücksbringer!"

Denise Herrmann
"Die Teilnahme bei Olympischen Spielen als Biathletin war mein selbstgestecktes Ziel. Wenn man so einen großen Schritt wie den Wechsel vom Langlauf zum Biathlon wagt, muss man sich auch ein Ziel vor Augen halten. Das hält die Motivation hoch.

Überhaupt Teil der Mannschaft zu sein ist schon sehr gut. In Pyeongchang möchte ich eine Unterstützung in der Staffel sein. Im Sprint hoffe ich, meine besten Schießleistungen abrufen und an meine Erfolge vom Saisonstart anknüpfen zu können.

Ich rechne damit, dass das Erlebnis etwas anders sein wird als bei meinen ersten Olympischen Spielen in Sotschi. Man hört von den erfahreneren Athleten, dass es immer wieder anders ist.

Von der Drucksituation her ist es sicherlich ein kleiner Vorteil, dass man schon einmal bei Olympia dabei war. Man kann sich darauf einstellen. Aber ansonsten muss man sich alles neu erarbeiten.

Wir sind die Strecke schon im Weltcup gelaufen. Ich weiß, wo meine Stärken und Schwächen dort sind und kann mich darauf einstellen. Das ist immer besser, als es nur in der Theorie zu erfahren."

Vanessa Hinz

"Olympische Spiele sind etwas ganz Besonderes. Ich hatte erst gedacht, die Saison wäre wie jede andere auch. Aber es pusht einen noch einmal extra, wenn die Teilnahme an Olympischen Spielen zum Greifen nahe ist. Jetzt habe ich es geschafft und bin dabei. Da geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Es ist einfach der Wahnsinn.

Die guten Ergebnisse in Antholz waren noch einmal sehr wichtig, weil ich bei den Heimweltcups Probleme hatte. In Antholz habe ich versucht, mich auf mich zu konzentrieren und habe die Wettkämpfe mit einem guten Gefühl verlassen.

Ich denke nicht ergebnisorientiert. Wenn ich meine beste Leistung in Pyeongchang abrufe, bin ich zufrieden. An den Tagen, wo ich zum Einsatz komme, möchte ich das maximal Mögliche herausholen. Und dann sehe ich, wo ich damit stehe.

Ich habe mich sehr gefreut, dass sich Franziska Preuß auch qualifiziert hat. Wir verstehen uns wie ein altes Ehepaar und können über alles reden. Sie hat mir während ihrer krankheitsbedingten Pause extrem gefehlt."

Franziska Preuß
"Ich war total erleichtert, als ich in Antholz die Qualifikation komplett in der Tasche hatte. Das war einfach mein Anspruch, dass ich mich qualifiziere, wie jeder andere Sportler auch. Von dem her war ich echt froh, als das Thema dann endlich vom Tisch war.

Ich habe im Vergleich zu Sotschi dieses Mal mehr Erfahrung. Und natürlich habe ich Olympische Spiele einfach schon mal erlebt. Trotzdem ist es bei mir dieses Jahr so, dass der Winter einfach schwierig war. Ich merke zwar jetzt, dass die Form besser wird und ich mich auch besser fühle, aber ich habe es mir natürlich anders vorgestellt im Olympia-Jahr. Ich versuche, einfach das Beste daraus zu machen. Und freue mich einfach, dass ich dabei bin.

Natürlich wäre es mega, wenn ich in der Staffel eingesetzt würde. Das würde mich echt freuen. Die Staffel macht immer super viel Spaß und ist etwas besonderes. Und der Massenstart ist auch ein Rennen, das ich sehr mag. Ich habe mich in Antholz sehr gefreut, endlich wieder dabei zu sein. Aber ich weiß, dass es eher unrealistisch ist für mich, weil die vier Massenstartplätze schon vergeben sind. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Wir sind halt sechs starke Mädels und es sind nur vier Startplätze. Dennoch ist es gut, dass wir zu sechst fahren. In Sotschi waren wir nur fünf, da wollte ich ein Rennen nicht laufen, musste dann aber, weil jemand krank geworden ist. Man weiß einfach nie, was passiert.

Ich bin einfach froh, dass ich Olympia jetzt mit Vanessa zusammen erleben kann und beim Höhepunkt dabei bin.

Ich weiß nur wenig über Korea und habe auch nicht speziell danach gefragt. Ich möchte mir mein eigenes Bild machen und nicht voreingenommen da hin fahren. Ich lasse es einfach auf mich zu kommen."

Benedikt Doll
"Ich freue mich schon sehr auf die Olympischen Spiele. Ich fühle mich gut. Die letzten Weltcups sind sehr erfolgreich verlaufen. Ich kann mit einem guten Gefühl nach Pyeongchang fliegen.

Man kann die guten Ergebnisse aus Antholz zwar nicht direkt in die Vorbereitung mitnehmen. Aber es gibt Sicherheit, weil man weiß, dass man es im Wettkampf geschafft hat. Das ist sehr viel Wert und dieses Gefühl kann man im Training nicht erzeugen.

In der Vorbereitung habe ich viel Schnelligkeit geübt, damit ich beim ersten Rennen mit höchster Geschwindigkeit an den Start gehen kann. Ich will eine Medaille gewinnen, dann bin ich sehr zufrieden.

Beim Weltcup in Pyeongchang letztes Jahr war es schon so warm, dass der Wettkampf etwas verzerrt wurde. Aber im Grunde ist der Schießstand gut zu beherrschen, und die Strecke hat mir auch gelegen. Es geht immer etwas bergauf und bergab. Und das passt mir.

Ich freue mich, dass Roman dabei ist. Jetzt kommen so viele Biathlon-Olympioniken aus dem Schwarzwald, wie noch nie. Es ist umso schöner, die Olympia-Premiere gemeinsam mit meinem langjährigen Trainingspartner zu erleben."

Johannes Kühn
"Es ist das Ziel jedes Leistungssportlers, irgendwann bei Olympia starten zu können. Vor der Saison war es noch sehr ungewiss, wo ich stehe. Dass ich es ins Weltcupteam geschafft habe und dann im letzten Rennen die Quali eingefahren habe, war zwar knapp aber schön.

Da der fünfte Platz in Antholz mein bestes Weltcup-Ergebnis war, war die Freude doppelt groß. Ich habe mich nicht nur über die Norm gefreut, sondern besonders über den fünften Platz.

Die Platzierung gibt einem Selbstvertrauen und die Bestätigung, dass das, was man macht, der richtige Weg ist. Aber Biathlon ist schnelllebig. Über den fünften Rang redet jetzt keiner mehr, und an meiner Vorbereitung auf Olympia ändert sich deswegen nichts.

Ich gehe eher nicht von einem Einsatz aus. Aber wenn doch, möchte ich natürlich perfekt vorbereitet sein. Am meisten würde ich mich über einen Start im Sprint freuen.

Ich bin gespannt, was mich in Südkorea erwartet und wie die Atmosphäre ist. Es ist cool, im Olympischen Dorf zu wohnen. Ich würde auch gerne mal zum Eishockey gehen."

Erik Lesser
"Ich versuche auf jeden Fall, die Olympischen Spiele dieses Mal zu genießen. Ich wollte sie schon in Sotschi genießen, weil ich nicht wusste, ob es vielleicht auch meine letzten sein werden. Aber irgendwie ist mir das nicht richtig gelungen. Wir haben nie ein anderes Rennen angeschaut, weil die Wege einfach zu weit waren. Das war sehr schade. Dieses Mal will ich die kurzen Wege nutzen, um etwas mehr anzugucken.

Sportlich habe ich die Goldmedaille mit der Staffel im Blick, die will ich auf alle Fälle gewinnen. In den Einzelrennen will ich mich mit Silber aus Sotschi nicht zufrieden geben. Ich möchte schon noch eine weitere Olympiamedaille mit nach Hause nehmen. Aber das wird extrem schwer. Deswegen gehe ich ganz entspannt an den Start und sage, ich will an dem Tag die Form, die ich habe, abrufen. Und wenn ich am Schießstand fehlerfrei bleibe und es wieder für eine Medaille reicht, nehme ich die gerne mit. Und wenn es für Platz sechs reicht, muss ich auch zufrieden sein.

Im Einzel sind die Chancen sicher recht groß. Aber viele Athleten wittern da ihre Chance. Und wenn alle gut schießen, wird es auch sehr schwierig. Allerdings habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal in meiner Karriere gezeigt, dass ich auch im Sprint auf das Podium laufen kann.

Ich werde meine Taktik und Schnelligkeit am Schießstand beibehalten. Mir wird oft nachgesagt, dass es zu viel Risiko ist, dem muss ich widersprechen. Denn ich habe nicht die Zeit zwischen den Schüssen verringert, sondern die vor dem ersten Schuss. Da mache ich jetzt die Zeit gut, die ich sonst verloren habe. Das hat nichts mit zu hohem Risiko zu tun. Die vielen Strafrunden in einzelnen Rennen hatten nur mit meiner Einstellung, mit meiner mentalen Form zu tun.

Nach Weihnachten hatte ich eine schwierige Phase. Ich bin ohne Form nach Ruhpolding gefahren, das hat richtig weh getan. Dafür lief es in Antholz wieder gut, da war ich unter den zehn Schnellsten im Weltcup. Das ist ein gutes Zeichen. Ich glaube in Hochfilzen konnte ich noch mal etwas draufpacken und mir die Sicherheit am Schießstand holen. Das war extrem wichtig. Ich denke, dass ich gut in Form bin, weiß aber nicht zu Hundertprozent, ob ich es diesmal wieder schaffe, auf den Punkt topfit zu sein."

Arnd Peiffer
"Ich freue mich, dass ich in Pyeongchang dabei sein darf. Es ist immer etwas Besonderes, wenn man sich für Olympische Spiele qualifiziert und sich innerhalb eines Teams so durchsetzt, dass man mitfahren darf. Aufgeregt ist man natürlich auch immer ein bisschen.

Für mich ist es dieses Mal fast schöner, als noch in Vancouver und Sotschi. Da war ich schon sehr aufgeregt. Mittlerweile sehe ich eher die schönen Seiten, jetzt nehme ich es positiv an.

Aber natürlich möchte ich gute Leistungen bringen, ich fahre nicht als Tourist dahin. Die Leistung steht für mich im Vordergrund, aber ich mache mir nicht mehr diesen zusätzlichen Stress. Inzwischen sehe ich das entspannter.

Ich möchte eine gute Schießleistung anbieten in den Rennen und idealer Weise eine Top-Laufzeit abliefern, die die Saison widerspiegelt oder sogar noch besser als im Saisondurchschnitt ist. Das wäre ideal, und das ist das trainingsmethodische Ziel, dass man seine beste Leistung zum Saisonhöhepunkt abrufen kann.

Die Leistungen in Antholz haben gut gepasst. In Oberhof bin ich auch gut gelaufen, habe aber zu viele Fehler geschossen. Viele denken immer, die Formkurve ist nach oben gegangen, weil die Ergebnisse besser waren, dabei muss man auch ein bisschen Glück haben, dass es an dem Tag mit einer guten Schießleistung auch reicht und diese erst mal rüberbringen. Generell passt die Tendenz. Jetzt muss man schauen, was in dieser Zwischenzeit passiert ist, so richtig weiß man es immer erst vor Ort.

Das Streckenprofil ist abwechslungsreich und gefällt mir ganz gut. Der Schießstand ist sehr windanfällig. Es können total super aber auch schlechte Bedingungen herrschen. Oft hört man, die Bedingungen sind für alle gleich, aber das stimmt natürlich nicht, weil über 100 Leute am Start sind. Da verändert sich so eine Strecke im Laufe des Wettkampfes natürlich schon und am Schießstand braucht man auch ein bisschen Glück."

Roman Rees
"Ich fliege mit großer Vorfreude zu den Olympischen Spielen, weil ich die Teilnahme nicht erwartet habe. Es ist das erste Großereignis bei den Herren für mich. Ich bin gespannt, wie alles wird und möchte mitnehmen, was möglich ist, weil ich mich einfach darauf freue. Ich sehe es auch als Belohnung für ein hartes Trainingsjahr.

Die Olympia-Vorbereitung verlief gut. Ich habe mich von den letzten Weltcuprennen gut erholt, körperlich und im Kopf. Im Moment geht es mir gut und ich fühle mich fit. Vielleicht ergibt sich die Konstellation, dass jemand bei sechs Rennen in dem engen Zeitraum auf das Einzel verzichten wird, und ich dort teilnehmen kann.

Ich bin schon etwas nervös. So große Rennen wie bei Olympia hatte ich noch nie. Im Weltcup gibt es regelmäßig eine neue Chance. Das ist bei Olympischen Spielen, gerade wenn man im Vier-Jahres-Rhythmus denkt, nicht der Fall. Wenn ich einen Einsatz bekomme, werden wir sehen, wie es mir dann geht.

Ich freue mich auf das Zusammenleben im Olympischen Dorf und bin gespannt, wen man so trifft. Gerade auch auf Sportler, die ich ansonsten nur aus dem Fernsehen kenne, freue ich mich."

Simon Schempp
"Momentan geht es meinem Rücken eigentlich ganz gut. Vor allem in den letzten Tagen ist doch einiges vorwärts gegangen und es hat sich in eine positive Richtung entwickelt.

Wie es schlussendlich dann aber sein wird, merke ich wahrscheinlich erst im Wettkampf, wenn eine sehr hohe und intensive Belastung über einen längeren Zeitraum auf den Rücken einwirkt. Aktuell bin ich aber ganz zuversichtlich, dass alles passt. Und wenn der Rücken hält, dann ist auch einiges möglich.

Letztes Jahr war ich krank und konnte beim Weltcup in Korea nicht teilnehmen. Deshalb kann ich auch gar nichts zur Strecke oder zum Schießstand sagen.

Aber ich habe ja zumindest schon die olympische Erfahrung von vor vier Jahren. Das ist natürlich schon ein ganz spezielles Flair und die Anspannung ist schon deutlich höher als bei anderen Events."


BISHERIGE WELTCUP-PLATZIERUNGEN DER DSV-AKTIVEN 2017/2018

Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Laura Dahlmeier.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Maren Hammerschmidt.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Denise Herrmann.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Franziska Hildebrand.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Vanessa Hinz.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Franziska Preuß.

Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Benedikt Doll.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Johannes Kühn.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Erik Lesser.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Arnd Peiffer.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Roman Rees.
Hier finden Sie die Weltcup-Platzierungen von Simon Schempp.


TV-ÜBERTRAGUNGEN XXIII. OLYMPISCHE WINTERSPIELE 2018 in PYEONGCHANG (KOR)
Die olympischen Bewerbe werden bei ARD und ZDF sowie von EUROSPORT und EUROSPORT 2 übertragen. Die detaillierten Übertragungszeiten finden Sie auf den Programmseiten von ARD und ZDF, die Sendezeiten von EUROSPORT und EUROSPORT 2 finden Sie hier.
2018-02-21
Stand: 14.08.2018