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WM-Medaillen für das Rollski-Team des DSV

21.08.17
Rollski Nordisch
Das deutsche Rollski-Team kehrt mit zwei WM-Medaillen aus dem schwedischen Solleftea zurück und blickt auf eine erfolgreiche WM zurück, die Anfang August ausgetragen wurde.
Rollski-WM, Soleftea, Merle und Julia Richter
Medaillenhoffnungen gab es im Vorfeld schon, holten sich doch beim Weltcup-Auftakt in Kroatien Nico Rieckhof den ersten und Merle Richter den zweiten Platz im 200m Sprint der Junioren in der Freien Technik. Auch Anna-Maria Dietze konnte im kroatischen Oroslavje bereits zwei Podestplätze für das Team erlaufen, musste jedoch wegen krankheit kurzfristig ihre WM-Teilnahme absagen. So reiste das deutsche Team mit acht Athleten, darunter fünf Junioren, nach Schweden.

Der Rollski-Weltcup bietet aufgrund seiner Juniorenaltersklasse auch Nachwuchs-Skilangläufern eine Startmöglichkeit. Vor allem Sportler aus Schweden, Russland, Norwegen und Italien nutzten dieses Jahr die Chance und so waren zur Rollski-WM in Schweden viele Teilnehmer der U23- und JWM, welche im Winter in den USA stattfand, wieder am Start. Aber auch Rollskispezialisten fieberten ihrer Teilnahme an der Weltmeisterschaft entgegen.

Vier Wettkämpfe standen in Schweden auf dem Programm. Zwei Distanzwettkämpfe, je einer in der Freien Technik und einer in der klassischen Technik sowie ein echter Sprint über 160m und ein Teamsprint, jeweils in der Freien Technik.

Während beim ersten Distanzwettkampf, welcher in der Freien Technik auf einer gut profilierten Skirollerstrecke ausgetragen wurde, die deutschen Teilnehmer bei der Vergabe der Medaillen kein Wort mitzureden hatten, waren die Medaillen beim Sprint der Junioren in Sichtweite. Nach dem Prolog lag Nico Rieckhof auf fünf und bei den Juniorinnen Merle Richter auf Platz vier. Für beide war dann jeweils in den Viertelfinals Schluss. Für Max Olex, den Sieger des König Ludwig Laufes 2017, Tina Willert und Marcel Bund war jeweils im Achtelfinale Endstation. Die Siege gingen nach Italien, Russland und Schweden.

Julia Richter holt Bronze im Massenstart der Juniorinnen
Am dritten Tag standen Distanzwettbewerbe in der Freien Technik auf dem Programm. Julia Richter, die sich auf diesen Wettkampf konzentriert hatte und deshalb die ersten beiden Wettkämpfe ausgelassen hatte und im vergangenen Winter Teil des Junioren-WM-Teams des deutschen Skiverbandes war, wollte hier vorn mitmischen. Im zwölf Kilometer langen Klassik-Massenstart der Juniorinnen wurde von Beginn an hart um die Plätze gekämpft. Nach acht Kilometern im Zentrum von Solleftea ging es in den Schlussanstieg hinauf zum Skirollerstadion, wo Richter die Führung übernahm und die Spitzengruppe auseinanderzog. Am Ende wurde Richter Dritte hinter der Russin Anna Zherebyateva und der Schwedin Emma Larsson, die knapp vor ihr ins Ziel kam und durfte damit über die erste Medaille für den DSV jubeln.

"Anfangs gab es viel Gerangel, viele Stockbrüche und Stürze. Ich hatte auch gleich am Anfang einen Stockbruch, habe aber schnell Ersatz bekommen. Nach den zwei Runden in der Stadt habe ich, als es in den Berg rein ging, vorne Druck gemacht und die Gruppe ein bisschen auseinander gezogen. Es war eine super Stimmung an der Strecke und das Rennen hat so richtig gefetzt", so Richter gegenüber xc-ski.de.

Weitere Medaille im Teamsprint der Juniorinnen
Zum Abschluss der Rollski-WM sollte es nochmal eine Medaille für das deutsche Team werden. Es standen die Entscheidungen im Teamsprint auf dem Programm und die Richter-Schwestern gingen gemeinsam bei den Juniorinnen an den Start. Gelaufen wurde auf einer 1,3 Kilometer langen hügeligen Runde im Skirollerstadion von Solleftea. Beide Läuferinnen hatten abwechselnd dreimal je eine Runde zu absolvieren. Merle fungierte als Startläuferin und übergab jeweils mit wenigen Sekunden Rückstand auf die Spitze. Julia schloss die kleine Lücke zweimal, musste aber in der letzten Runde Norwegen und Schweden ziehen lassen. Am Ende stand eine ungefährdete Bronzemedaille. Max Olex und Moritz Waidelich, Marcel Bund und Nico Rieckhoff, sowie Anna Rockstroh und Tina Willert belegten in ihren Kategorien den sechsten Platz.

Nachdem der Weltcup in Lettland ohne deutsche Beteiligung stattfand, wird es für die letzte Etappe in italienischen Trento vom 08.-10. September 2017 wieder eine Delegation aus Deutschland geben.

Inzwischen richten sich die Blicke bereits auf die nächste Rollski-Saison: "Ziel wird es wieder sein, Sportler zu finden, die an allen vier Weltcup-Wochenenden mit dabei sein wollen, um dort die deutschen Fahnen hoch zu halten und auch das Team zu vergrößern", so Tina Willert, Teamcaptain DSV-Rollski.


Text:
Toralf Richter/Tina Willert
Foto:
Antonio Richter
2017-08-21
Stand: 28.11.2021
Kontakt
Martin Gillessen
Rollski Nordisch
Beauftragter
Tel.: