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FIS Freestyle Ski Weltcup Ski-Cross-Premiere in Grasgehren/Obermaiselstein

07.12.10
Ski Cross
Die Vorbereitungen für den ersten FIS Freestyle Ski Weltcup Ski Cross am 29. Januar 2011 in Grasgehren/Obermaiselstein laufen auf Hochtouren. Die Begeisterung für diese junge, wilde Sportart ist bei allen Beteiligten deutlich zu spüren
Florian Eigler in rot

Auch die große Vorfreude auf den Augenblick, wenn es dann am 29. Januar 2011 endlich heißt: "Proceed to the Startgate ... Racers ready ... Attention ... Go!" und Ski Cross bei den Zuschauern in Grasgehren und an den Bildschirmen für eine Gänsehaut sorgen wird.

 

Informationen und Statements  zu Grasgehren
Lesen Sie in den ausführlichen Statements der Grasgehren-Protagonisten, wie es zu dieser Weltcup-Premiere im Allgäu gekommen ist, welche Herausforderungen so ein Weltcup-Rennen mit sich bringt und was sich die Verantwortlichen erwarten und erhoffen.


Wie kommt ein Ski-Cross-Weltcup ins Allgäu?
Berni Huber (SC Obermaiselstein, Liftbetreiber und zusammen mit Martin Fiala Streckenbauer in Grasgehren):

"Martin Fiala, der für den SC Obermaiselstein als Ski Crosser bis zur Olympiade in Vancouver aktiv war, hat mir bereits vor fünf Jahren nach seiner Zeit in den USA vom Ski Cross vorgeschwärmt. Uns war beiden klar, dass die Piste in Grasgehren mit vielen natürlichen Wellen für ein Ski-Cross-Rennen bestens geeignet ist. Dann kamen Heli Herdt (Sportlicher Leiter Ski Cross im DSV) und Alex Böhme (DSV-Trainer Ski Cross) auf mich zu. Sie waren auf der Suche nach einem idealen Ski-Cross-Trainingsgebiet. Und fanden es bei uns in Grasgehren. Seit vier Jahren arbeiten wir jetzt hier schon zusammen und haben einige, auch internationale Ski-Cross-Rennen durchgeführt. Im Winter 2009/2010 haben wir zum ersten Mal versucht, einen Weltcup ins Allgäu zu holen. Da war die Zeit wohl noch nicht reif dafür. Jetzt hat es geklappt."

 

Stefan Huber (Skisport und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf):

"Offizielle FIS-Weltcup-Veranstaltungen werden ausschließlich über den Internationalen Skiverband (FIS) an den jeweiligen nationalen Skiverband - in unserem Falle also an den Deutschen Skiverband (DSV) - vergeben. Der nationale Verband beauftragt dann ein lokales Organisationskomitee bzw. einen Ort mit der Organisation und Durchführung. Damit es aber zu einer Berücksichtigung durch den DSV kommt, sind u. a. folgende Faktoren wichtig: eine geeignete Wettkampfstätte sowie ein erfahrenes Organisationskomitee. Der Skiclub Obermaiselstein (SCO) und die Grasgehren Skilifte haben sich in den vergangenen Jahren einen sehr guten Namen bei der sportlichen Abwicklung von nationalen wie auch internationalen Ski- und Snowboard-Cross-Veranstaltungen erarbeitet. Hinzu kommt die jahrelange Erfahrung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH (SVG) bei der Durchführung und Organisation von Sport-Großveranstaltungen."


Joseph T. Fitzgerald (Freestyle Koordinator bei der FIS):


"2002 fand der erste 'FIS Ski Weltcup Ski Cross' statt. Seither werden in allen wichtigen Skinationen Europas Weltcup-Rennen durchgeführt. Es ist für die gesamte Entwicklung des FIS Freestyle Ski World Cup ein sehr wichtiger Schritt, dass jetzt auch in Deutschland ein Ski-Cross-Weltcup stattfindet. Wir haben uns deshalb sehr gefreut, als sich der Deutsche Skiverband bereit erklärt hat, einen Ski-Cross-Weltcup durchzuführen und haben dem Antrag deshalb sehr schnell zugestimmt. Das Ski-Cross-Team des DSV war ja im Weltcup schon immer mit vielen Athleten gut vertreten. Und mit der 'German Ski Cross Tour' und der Ausrichtung diverser Europacup-Rennen wird hier auch sehr viel zur positiven Entwicklung der Sportart getan. Der spektakuläre Sieg von Simon Stickl im Januar 2010 in  St. Johann/Österreich sowie sein großartiger ‘360’ vor dem letzten Sprung bei der Olympiade in Vancouver haben uns dann restlos überzeugt, dass es Zeit wird für den ersten Weltcup in Deutschland. Damit haben wir es jetzt innerhalb von acht Jahren geschafft, alle wichtigen Skinationen in Europa als Weltcup-Veranstalter mit an Bord zu holen."


Was ist die besondere Herausforderung für das Organisations-Komitee?
Stefan Huber (Skisport und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf):

"Am Anfang steht natürlich die wirtschaftliche Absicherung durch Sponsoren und Partner. Dann braucht man ca. 200 Helfer für das ehrenamtliche Helfer-Team. Es ist beeindruckend, auf welche Begeisterung und welches Engagement wir in Obermaiselstein und den Hörnerdörfern getroffen sind. Hier ziehen alle an einem Strang - Gemeinde, Tourismus, Skiclub, Gastgeber, Gastronomen - das macht richtig Spaß! Logistisch und infrastrukturell ist auch die Veranstaltungsstätte eine große Herausforderung. Gerade beim Thema Transport und Verkehr ist eine intensive Abstimmung und Planung notwendig. Mit der Polizei, der Feuerwehr Obermaiselstein und den zuständigen Behörden sowie Dienstleistern können wir aber auf erfahrene Partner zählen, um für alle Beteiligten eine stressfreie Anreise zu gewährleisten."

 

Peter Stehle (Bürgermeister der Gemeinde Obermaiselstein):

"Aus Sicht der Gemeinde Obermaiselstein stellt die Bewältigung der gesamten Logistik eine besondere Herausforderung dar. Dies beginnt bei der Unterbringung der Aktiven und Funktionäre in unserem kleinen Ort mit nur 960 Einwohnern. Hier können wir aber auf die Unterstützung der anderen Gemeinden der Hörnerdörfer zählen. Neben der Rennorganisation ist sicher auch die Organisation der Rahmenveranstaltungen eine Herausforderung. Nicht nur das Rennen an sich, auch die begleitenden Verastaltungen sollen einen schönen Eindruck von unserem Dorf hinterlassen. Ich möchte mich hier ausdrücklich bei den örtlichen Vereinen und den sehr vielen anderen Personen aus der Gemeinde bedanken, die sich ehrenamtlich um die verschiedenen Bereiche kümmern."



Zielsetzung für das Weltcup-Rennen?

Joseph T. Fitzgerald (Freestyle Koordinator bei der FIS):

"Meine Erwartungen sind genauso hoch wie die des Organisationskomitees in Grasgehren/Obermaiselstein und des Deutschen Skiverbandes. Es macht sehr viel Spaß, mit so kompetenten Leuten zusammenzuarbeiten. Wir haben im Skigebiet Grasgehren das ideale Gelände für ein Ski-Cross-Rennen und die Streckenbauer werden hier mit Sicherheit ein perfektes Streckendesign kreieren. Ich habe schon oft darüber gesprochen, welche Faktoren ausschlaggebend sind, damit ein Weltcuprennen auch ein Erfolg wird. Es sind meiner Meinung nach eigentlich nur drei Dinge: Sonne, eine gute Fernsehübertragung und schließlich ein Teilnehmer der Veranstalternation auf dem Podest. Ich hoffe also für Grasgehren/Obermaiselstein auf gutes Wetter! Die Fernsehübertragung scheint auch auf ähnlich hohem Niveau wie in Vancouver zu klappen. Und ich hoffe auf eine sportlich sehr hochwertige Veranstaltung, möglichst mit DSV-Vertrtern auf dem Siegerpodest!"

 

Stefan Huber (Skisport und Veranstaltungs GmbH Oberstdorf):

"Ski Cross war bei den vergangenen Olympischen Winterspielen in Vancouver (Canada) absoluter Publikumsliebling und die positive Überraschung überhaupt. Wir wollen mit einer reibungslosen Durchführung des ersten FIS Ski Weltcup Ski Cross in Deutschland natürlich an diesen Erfolg anknüpfen und hoffen auf viele begeisterte Zuschauer an der spektakulären Strecke am Bolgengrat, aber natürlich auch vor den Fernsehern in Deutschland und der ganzen Welt."


Berni Huber (SC Obermaiselstein):

"Aus meiner Sicht als Rennleiter versuchen mein Team und ich in erster Linie, ein perfekt organisiertes und attraktives Rennen für die Athleten durchzuführen. Die Zuschauer zu Hause an den Bildschirmen oder live an der Strecke sollen mit spannenden Überholmanövern, spektakulären Sprüngen, atemberaubenden Zweikämpfen und natürlich herrlichen Wintersportbedingungen sowie tollen Landschaftsbildern verwöhnt werden."

 

Peter Stehle (Bürgermeister der Gemeinde Obermaiselstein):

"Die Gemeinde Obermaiselstein möchte sich durch die Weltcupveranstaltung als Tourismusort und hier besonders als Wintersportort mit dem schneesicheren Skigebiet Grasgehren möglichst gut präsentieren."



Weitere Informationen und Statements
Weitere Informationen und Statements zur deutschen Ski-Cross-Weltcuppremiere in Grasgehren/Obermaiselstein finden Sie im Internet unter www.skicrossweltcup.de oder bei Facebook.

 

Über Ski Cross
Beim Ski Cross gehen jeweils vier Skiathleten pro Lauf gleichzeitig auf die Strecke. Der abgesteckte Kurs zeichnet sich durch Sprünge, Wellen und Kurven aus, der sowohl von den Herren als auch von den Damen bewältigt werden muss. Die Wertung erfolgt getrennt und findet im K.o.-System statt. Die beiden Erstplazierten eines jeden Laufes steigen in die nächste Runde auf, bis nach 24 Runden der Sieger feststeht.

2010-12-07
Stand: 26.05.2022
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Elisabeth Schmidt
Leistungssport GmbH
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Tel.: 089-85790 249